653 Jahre Pützchens Markt

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653 Jahre Pützchens Markt
von 9. bis 13. September

 

Erinnerung an Pützchens Markt 2019

Welchen Klang löst der Name des Volksfestes in der Region aus! Nach zwei Jahren Kirmesabstinenz endlich wieder eine richtige Bonner Großkirmes! Die Vorbereitungen dafür sind intensiv und laufen über das gesamte Jahr beim Marktamt. Fünf Tage Pützchen bringen nicht nur die Bonner bis spät nachts auf die Beine, um einen Adrenalin-Kick in der Achterbahn zu erleben, von Büdchen zu Büdchen zu schlendern oder mit dem Riesenrad einen herrlichen Ausblick auf Bonn und die Umgebung zu genießen. Mehr als eine Million Gäste erwartet die Stadt für gewöhnlich an diesen fünf langen Kirmestagen. Er ist das besucherstärkste Highlight in der ehemaligen Regierungsstadt. Das Einzugsgebiet erstreckt sich bis ins Sieg- und Rheintal, und auch die Kölner kommen gerne nach Bonn auf Pützchens Markt. Die Besucher können sich wieder auf ein attraktives und abwechslungsreiches Volksfest freuen, wo sich lieb gewonnene Attraktionen mit Neuheiten abwechseln. So wird ein jeder das entsprechende Angebot finden, das ihm zusagt.

Bei einem Pressegespräch im Juni stellten der neue Amtsleiter der Bürgerdienste, Ralf Bockshecker, die neue Marktleiterin Kathrin Krumbach und der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel Ralf Birkner, die Highlights des Volksfestes vor, das traditionell von der Stadt Bonn veranstaltet wird. Ralf Bockshecker dazu: „Wir freuen uns sehr, dass Pützchens Markt als größte Veranstaltung, die wir als Stadt selbst verantworten, in diesem Jahr endlich wieder stattfinden kann. Die Planung liegt in den Händen der Marktleiterin Kathrin Krumbach. Das Interesse der Schaustellerinnen und Schausteller an unserer Traditionskirmes ist nach wie vor groß. Auch wenn wir weniger Bewerbungen als vor Corona erhalten haben, können sich die Besucher wieder auf eine tolle Veranstaltung mit allem, was dazugehört, freuen“.

Pützchen Markt – die Welt der Rotationen! Neben drei Platzneuheiten und einer Reihe von attraktiven altbekannten Großgeschäften sind auf den Marktwiesen auch wieder viele Kirmesklassiker vor Ort.

Auf dem 80.000 Quadratmeter großen Hauptgelände werden rund 500 Geschäfte aller Art Pützchens Markt wieder zu einem Erlebnis für Jung und Alt machen. Darunter sind drei Achterbahnen, zwei Kinderachterbahnen, zwei Autoscooter, eine Geisterbahn, vier Belustigungen, ein Irrgarten, ein Kino, eine Rutschbahn und 16 weitere Fahrgeschäfte. Insgesamt sind fünf Neuheiten dabei. Rotationen sind in der Schaukel Frisbee“ von Dennis Ruppert genauso angesagt wie im Ghost Rider“ von Löffelhardt, die beide erstmals Bonn durcheinanderwirbeln. Ebenfalls neu sind die beiden Laufgeschäfte Ghost“ von Burghard und die Apres Ski Party“ von Meijers sowie Hoefnagels Hochkettenkarussell Aeronaut“ im Fliegeroutfit. Auf Achterbahnfahrten braucht niemand verzichten, denn mit Vorlops Alpen Coaster“, Roland Barths Feuer und Eis“ sowie Rolf Barths Wilder Maus“ sind genügend Alternativen vorhanden. Auch die kleinen Kirmesbesucher dürfen mit ihren Eltern schon einmal in Bauermeisters Willi der Wurm“ und Luxems Crazy Jungle“ Schienenbahn üben. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Propeller Apollo 13“ von Küchenmeister, Hoefnagels ist gleich mit beiden Geschäften vertreten. Im Hochkettenflieger „Aeronaut“, der zu den höchsten transportablen Kettenfliegern der Welt zählt, geht es in 80 Metern durch die Lüfte. In der einzigartigen Großschaukel Infinity“ darf dagegen in 65 Meter Höhe kurz Kopf gestanden werden, bevor die Schaukel wieder mit einem Flugradius von 61 Metern zu Tal saust. Ein Megaerlebnis, was die Backen nach unten zieht. Beide Fahrgeschäfte werden direkt am Eingang des Hauptgeländes direkt gegenüber positioniert. Natürlich ist auch wieder das große Europarad“ von der Bonner Familie Kipp an seinem Stammplatz mit von der Partie, erstmals aber mit den neuen geschlossenen Gondeln.

Erneut nach Pützchen kommt das Feuerwehrlaufgeschäft, das Ad und Willy Ordelmann mit dem Funhouse Fire Department“ ein weiteres Mal präsentieren. Urlaubsfeeling à la Karibik bietet Hempen mit dem abwechslungsreichen Big Bamboo“. Hula-Halsketten und gute Stimmung sind garantiert. Markmanns Aqualabyrinth“ und das 7D Kino“ von Horz vervollständigen das Vergnügungsangebot dieser Art. Armbrechts Überkopfkarussell Night Style“ macht nach einer Pause wieder halt auf Pützchen und beliebig viele horizontale, vertikale und diagonale Überschläge sind bei der Schaukel garantiert.

Hans Peter Markmanns „Nessy”
Kult auf Pützchen – Hubert Markmanns „Octopussy”

Schon zu den Klassikern auf Pützchen zählen Hansteins Shake-Variante mit dem großen Hangardach Commander“ und der Wellenflug“, der „Voodoo Jumper“ von Schäfer, genauso wie der immer top aussehende Polyp „Octopussy“ von Hubert Markmann, der Break Dance“ von Kinzler und der Hopser Disco Fieber“ von Schramm. Wie neu sieht die Riesenschaukel Nessy“ von Hans Peter Markmann aus, der man ihr Alter von mehr als vierzig Jahren nicht ansieht. Diese einzig reisende Großschaukel mit einem Ausflug von 32 Metern bedeutet Schaukelspaß pur für die ganze Familie und bietet Platz für 50 Personen. Rund gehts in Schneiders-Krauses Musik Express“ und der Berg- und Talbahn Hawai Swing“ von Schaak. Auch das zweite Fahrgeschäft von Familie Ruppert, der „Take Off“, darf wieder seine Scheibe auf Pützchens Markt aufrichten und Gas geben. Nostalgie aus dem Jahre 1931 bietet Marquis Käfigschaukel Looping the Loop“. Viel manuelle Kraft ist nötig, um die Käfige in Schwung zu versetzen. Schleifers altes „Pferdekarussell“ am Pluutenmarkt lässt ebenfalls Kirmesnostalgie aufleben.

Keine Kirmes ohne die Autoscooter „Route 66“ und „Camaro C1“. Barth und Graessler-Kipp stellen keine Strafzettel aus, wenn’s denn mal richtig bumst! Die „Eurorutsche“ von Kutschenbauer-Bergmann ist ein Erlebnis für das Familienpublikum. Geisterbahnen gehören zu Pützchen! Ronny Schützes Große Geisterbahn“ bietet diesmal das klassische Geistererlebnis. Abseits des großen Vergnügens hinter der Achterbahn halten die Händler wieder ihr spezielles Angebot auf dem traditionellen Pluutenmarkt“ bereit. Für das leibliche Wohl wird in einigen Betrieben wie z. Bsp. in der Bayern-Festhalle“, in verschiedenen Restaurationen, bei den Ausschank- und Imbissbetrieben sowie den Süßwarengeschäften gesorgt. Eine spezielle Angelegenheit auf Pützchen sind die vielen Bierstände auf der Zugangsstraße zum Platz, die oft ihr Stammpublikum haben.

Erstmals dabei – Löffelhardts „Ghost Rider”

Von Koblenz bis Köln reichen die Werbemaßnahmen. Seit Ende August läuft die Werbekampagne auf vollen Touren. Abspanner an der Kennedybrücke in Bonn künden vom bevorstehenden Septemberereignis. Faltblätter in großer Auflage sorgen im Umkreis für den Bekanntheitsgrad von Pützchens Markt. Ebenfalls neu ist die Werbung im öffentlichen Nahverkehr in Bonn. Rund 4.000 Parkplätze stehen für die Besucher rund um Pützchen bereit. Die Stadtwerke Bonn und die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft bedienen wieder mit Sonderlinien Pützchens Markt. Am Freitag ab 11 Uhr pendeln die Sonderbusse rechtzeitig zum großen Umzug des Freundeskreises zum Marktgelände, der um 13.30 Uhr startet.

Jetzt neu mit geschlossenen Kabinen – Kipps „Europarad”

Eröffnung mit den „Klüngelköpp“
Sehen lassen kann sich auch wieder das Veranstaltungsprogramm. Zur Eröffnung am Freitag um 15 Uhr spielt eine beliebte Band des rheinischen Karnevals im Bayern-Zelt auf, die „Klüngelköpp“. Oberbürgermeisterin Katja Dörner wird zum ersten Mal den traditionellen Fassanstich übernehmen und Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn begrüßt erstmals die Ehrengäste. Der Festumzug mit vielen Beueler Vereinen ist längst fester Bestandteil von Pützchens Markt und mobilisiert frühzeitig viele Besucher auf Pützchens Markt zu kommen. Bonn und Umgebung hat Kirmesnachholbedarf! Nach zwei Jahren Pause darf man sicher sein, dass, wenn das Wetter mitspielt, der größte Jahrmarkt der Region wieder zu dem großen Magneten unter den Top 20 der größten Kirmesveranstaltungen wird. Weitere Informationen sind bei www.Puetzchens-markt-bonn.de und www.fkpuema.de zu sehen.

Entstehung von Pützchens Markt – Wallfahrt zu Ehren der Hl. Adelheid
In Pützchen entstanden die Wallfahrt und der Pützchens Markt aus dem Geschehen um den Wallfahrtsbrunnen zwischen Kapelle und Pfarrkirche. Am Fuße des Ennert hat die Hl. Adelheid vor über tausend Jahren ihren Äbtissinnenstab in die Erde gestoßen. Seitdem sprudelt ein klarer Wasserstrahl aus dem Boden, ein „Pütz“, das dem Ort „Pützchen“ seinen Namen gab. Bis heute kommen viele Pilger während der Wallfahrtsoktav zur heilenden Wunderquelle, um sich am Brünnchen die Augen zu waschen. Die Wallfahrt ist Ursprung des Jahrmarktes, des „Pützchens Marktes“, zu dem jedes Jahr Hunderttausende Besucher kommen.

Text und Fotos: Martin Wehmeyer

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