Absage der großen Rheinkirmes

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Die Zeichen standen auf Sturm und nach der Absage des großen Schützenfestes in Hannover mehrten sich die Zeichen. Fast schon erwartet angesichts der derzeitigen vorherrschenden hohen Inzidenzzahlen ist Ende April die Absage der großen Rheinkirmes in Düsseldorf gekommen. Veranstalter und Schausteller hatten bis zuletzt gehofft, doch zum zweiten Mal werden die Rheinwiesen kein Veranstaltungsort für das größte Fest in der Landeshauptstadtsein. Bis zu vier Millionen Besucher zählt die Kirmes für gewöhnlich. Frohsinn, feiern und Karussellfahren werden nach dem Startjahr der Pandemie 2020 nun auch in diesem Jahr nicht möglich sein. Die Kirmes und das Schützenfest hätten vom 16. bis 25. Juli Vergnügen auf dem einmaligen Veranstaltungsort am Rhein gegenüber der Altstadt bringen sollen. Diese Entscheidung fiel den Verantwortlichen, dem St. Sebastianus Schützenverein 1316 und der Stadt wahrlich nicht leicht. Die durch die Pandemielage fehlende Planungssicherheit hat keinen Spielraum mehr für eine andere Entscheidung gelassen. Diese fiel in der Vorstandssitzung einstimmig. „Wir könnten die Kirmes, wenn überhaupt, nicht als das Durchführen was sie eigentlich ist, nämlich das traditionelle Schützen-und Heimatfest“, sagten Schützenchef Lothar Inden und Oberbürgermeister Stephan Keller in einem gemeinsamen Statement. „Trotz der Hilfen, die die Stadt angeboten hatte, können wir uns in diesen Pandemiezeiten angesichts voller Intensivstationen und eines verschärften Lockdowns bis mindestens 30. Juni eine solche Großveranstaltung ab Mitte Juli nicht vorstellen. Das ist schlicht nicht planbar. Daher müssen wir absagen, wie so viele Veranstalter von großen Volksfesten, die vor uns liegen.“ Eine Verschiebung der Kirmes in den Spätsommer oder Herbst wäre laut Inden keine Option, da viele Schausteller mit den Fahrgeschäften auch anderweitig zu dieser Zeit in Deutschland unterwegs sind. „Außerdem feiern wir am 23. Juli Apollinaris Gedenktag. Die Kirmes muss also in diesem Zeitraum stattfinden“. Inden bedauerte die Entscheidung sehr. „Wir sind mehr als traurig“. Oberbürgermeister Keller versprach den Schaustellern, von denen es in Düsseldorf mehr als einhundert Familien gibt, sie zu unterstützen mit einem schönen Sommer in der Stadt. Die Schausteller können die ihnen in der Innenstadt zur Verfügung gestellten Plätze weiter nutzen, sofern keine Baumaßnahmen entgegenstehen. Zudem bleibt die Option für eine Kirmes am Staufenplatz im Herbst bei verbesserter Lage durch die fortschreitende Impfung bestehen.

Text und Foto: Martin Wehmeyer

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