Allgemein etwas stärker

Dennis König

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„BIE Happy” hat sich bei der Neuauflage noch etwas gesteigert.

Bereits 2020 hatten sich viele Kollegen über den Pop-up-Park in Bielefeld informiert und den dortigen temporären Freizeitpark besucht, um sich einen Eindruck davon zu machen, wie Vergnügungsparks in Pandemiezeiten erfolgreich verlaufen können. Nach einem schwachen Startwochenende in diesem Jahr hat sich das Besucheraufkommen rapide erhöht, sodass am Ende der Spielzeit, die mit vier Wochenenden deutlich kürzer war als im Vorjahr, unterm Strich eine noch bessere Bilanz gezogen werden kann. Bevor wir uns den positiven Dingen zuwenden, stellt sich zunächst die Frage, weshalb der Start in die „Happy-Wochen“, sagen wir mal „unerwartet schwach“ war. Au contraire zur vorjährigen Ausgabe musste zum Start von „BIE Happy” jede Person getestet werden, sofern noch kein vollständiger Impfschutz nachgewiesen werden konnte. Da zu Beginn des Julis in der Region Bielefeld die Inzidenzwerte niedrig waren und diese Zahlen das Maß aller Dinge sind, haben viele, ja, fast alle Freizeitmöglichkeiten ihre Pforten geöffnet. Fast nirgends musste ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, wohl aber in Bielefeld, um den Festplatz an der Radrennbahn zu betreten. Nicht wenige haben vor dem Eingang einen Rückzieher gemacht, da sie sich entweder nicht testen lassen wollten, ihnen der Aufwand zu groß war oder ihnen die Wartezeit die Sache nicht wert war.Nach dem ersten Wochenende konnten die Maßnahmenam 9. Juli gelockert werden, was sich augenblicklich positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt hat. Die Menschen wurden durch eine hervorragende Werbung gelockt. Ganz Bielefeld und weite Teile OWLs wurden plakatiert und auch im Radio als auch im Internet wurde die Werbetrommel gerührt. Die Leute sind gekommen, geblieben und haben auch Geld ausgegeben. Der Eintritt von nur einem Euro ist nahezu ohne Ausnahme akzeptiert worden. Wer den Festplatz durch das altbekannte Portal betreten hat, wurde direkt von der Hauptattraktion in Empfang genommen. Die Rede ist von Schneiders „Piratenfluss“. Die üppig dekorierte Anlage aus dem Hause Reverchon war nicht nur der Hingucker des „BIE Happy”, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auch heiß begehrt, besonders an den Tagen, als das Quecksilber geklettert ist und von diesen Tagen gab es einige! Viel zu lange hat keine Wildwasserbahn mehr in OWL gastiert und jetzt war die Gelegenheit gegeben, sich endlich wieder ins feucht-fröhliche Vergnügen zu stürzen. Dem feuchten Element entsprungen erscheint auch Krameyers „Big Monster“. Das Schwarzkopf-Geschäft pausierte 2020, sodass Fans des Familienklassikers das Wiedersehen förmlich zelebrierten. Nach der viel zu langen Wartezeit ist es wieder auf und nieder gegangen. Unverzichtbar mit den Bielefelder Kirmessen verbunden ist der Autoscooter „Formel Eins“ von Schneider. Rote und blaue Lichtleisten, LED-Lichtspiele und bewegte Scheinwerfer funktionierten die Fahrbahn in eine Tanzfläche um, auf der die neuesten Autos cruisen. Nicht minder bekannt, bewährt und beliebt in der Region ist Raschs „Musik-Shop“. Die neuesten Hits aus den Charts untermalen die zeitlose Tempofahrt über Berg und Tal zwischen dem dunklen Tunnel und hellen Lichteffekten. Richtig düster wurde es in Schneiders „Geisterexpress“. Sage und schreibe seit über 70 Jahren erzeugt die Gruselanlage bereits Gänsehaut auf der Reise. Seit der Übernahme von Louis Schneider trifft man die Bahn wieder häufiger auf den Festplätzen und im Innern kann man einiges Neues entdecken. Konnteman das Gelände im vergangenen Jahr aus 40 Metern Höhe betrachten, ist dies zum diesjährigen „BIE Happy“ sogar aus 55 Metern möglich gewesen. Der hoch aufragende „Skydance“ von Familie Nülken hat kribbelnde Aussichtsfahrten offeriert und noch auf Hunderte Meter Entfernung auf den temporären Freizeitpark hingewiesen. Zweifelsohne eine Werbeikone für „BIE Happy“. Das Wagnis, auf eine nicht ungefährliche Schatzsuche zu gehen und dabei auf manch groben Freibeuter zu treffen, haben viele Besucher des „Pirates Adventure“ eingegangen. Familie Schneider lockt mit ihrer aufwendigen Simulationsanlage zu einer Abenteuerreise zwischen gefräßigen Haien, Kanonendonner und schnappenden Krokodilen. Richtig zur Sache ist es in Engelbrechts „Break Dancer“ gegangen. Wie wild wirbeln die 16 Gondeln auf der mit Stars & Stripes bemalten Plattform, eine actionreiche Fahrt, die die Teens begeistert. Als letztes größeres Fahrgeschäft im Rundlauf hat Freiwalds „Crazy Dancer“ aufgebaut. Wasser- und Nebeleffekte haben das schwungvolle Hin und Her zur Showfahrt werden lassen, was bei den Insassen und den passiven Platzbesuchern immer gleichermaßen gut ankommt. Die kleinen Pop-up-Park-Besucher hatten bei Kaisers Ponyreiten, Thelens Kindersportkarussell und Kaisers „Kindertraum“ ihren Spaß. Nach der Karussellfahrt haben sich die Kleinen häufig noch ein Plüschtier oder ein kleines Spielzeug für daheim gewünscht. Die Chance darauf hatten sie u. a. bei der Verlosung „Glücksprinz“, bei der Entenjagd „Teichangeln“ oder beim Bogenschießen „Sparta“. Der kleine Hunger und der große Durst konnten vielseitig gestillt werden. Backfisch, Hotdogs oder holländische Pommes haben zu den beliebtesten Snacks gezählt und ein kühles Blondes konnte man im großzügigen Biergarten genießen.

Naschwerk hat u.a. in Form von Baumstriezeln, Zuckerwatte, Popcorn oder auch bei der neuen Crêperie von René Rasch gelockt. Am 25. Juli konnte eine wirklich zufriedenstellende Bilanz gezogen werden und man bedankt sich öffentlich bei den vielen Besuchern, der Bielefelder Politik, der Bielefelder Stadtverwaltung und dem Bielefelder Marketing. Ohne die vielseitige Unterstützung hätte „BIE Happy” nicht funktioniert. Darüber war man sich bewusst und da ist das Dankeschön der Veranstalter, dem Schaustellerverein Bielefeld e.V., wirklich von Herzen gekommen. Nun hofft man auf den Herbst. In den letzten zehn Tagen des Oktobers ist eine völlig reguläre Ausgabe der traditionellen Kirmes an der Radrennbahn geplant. Momentan stehen die Chancen gut, dass aus der Theorie Realität werden könnte.

Text und Fotos: Dennis König

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