„Bliede-Park“ in Emden

Bliedepark in Emden
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„Bliede-Park“ die Zweite.
Als der „Bliede-Park“ in Papenburg zu Ende gegangen ist, war für die ostfriesischen Schausteller klar, dass das Konzept „temporärer Freizeitpark“ auch in dieser Region funktioniert. Eigentlich war geplant, von Papenburg nach Leer zum „Lüttje Gallmarkt“ umzusetzen, allerdings wurde dieser zwei Wochen vor Beginn durch die Politik abgesagt. Somit mussten sich die Organisatoren auf die Suche nach einem neuen Platz für den „Bliede-Park“ machen. Auf dem Schützenplatz in Emden, wo eigentlich jedes Jahr der Frühjahrsmarkt und das Schützenfest stattfinden, waren die Bedingungen für einen temporären Freizeitpark optimal und auch die StadtEmden sowie das Emder Schützencorps waren von der Idee, den Bürgern ein Volksfest deretwas anderen Art präsentieren zu können, begeistert. Bei der Eröffnung am 23. Oktober hat es Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff auf den Punkt gebracht: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“. So konnten sich die Emder von donnerstags bis sonntags von 14 bis 21 Uhr persönlich davon überzeugen, dass Volksfest auch zu Zeiten von Corona durchaus machbar ist. Bereits der Eingangsbereich hat deutlich gemacht, dass hier einiges anders läuft als gewohnt. Im Eingangsbereich waren zahlreiche Tische aufgestellt, an denen die Kontaktformulare ausgefüllt werden mussten, diese konnte man allerdings auch auf der Website herunterladen, ausdrucken und bequem zu Hause ausfüllen. Erst beim Verlassen des Geländes wurde das Formular wieder eingesammelt und die Uhrzeit eingetragen. Auch auf dem Festplatz selbst war es anfangs für manche Besucher etwas ungewohnt. Die Größe des Schützenplatzes hat problemlos breite Gänge ermöglicht, damit der Abstand zwischen den Besuchern gewahrt werden konnte. Die Laufrichtung warvorgegeben und führte die Besucher gegen den Uhrzeigersinn über den Platz. Der Mundschutz musste anfangs nur an den Geschäften, in den Karussells und in Warteschlangen getragen werden, doch viele Besucher trugen ihren Mundschutz während ihres gesamten Besuchs. Das Hygienekonzept hatte sich bereits in Papenburg bewährt und wurde für das Event in Emden übernommen. Auch hier wurden zahlreiche Desinfektionsspender aufgestellt, die ankommenden und gehenden Besucher durch Absperrungen getrennt, die Laufrichtung vorgegeben und der nötige Abstand durch breite Wege ermöglicht.
Die Organisation des „Bliede-Park“ in Emden wurde maßgeblich von den Jungschaustellern übernommen. Auf dem 20.000 Quadratmeter großen Gelände konnten sie ihre Vorstellungen sehr gut umsetzen und einen guten Mix an Gastronomie, Spielgeschäften, Kinderfahrgeschäften und Karussells präsentieren. Nach dem Betreten des Platzes hat der Weg direkt auf den „X-Flight“ zu geführt und ist dann nach links verlaufen vorbei am „Beat Jumper“. Dem gegenüber hatte das „Scary House“ seinen Platz gefunden. Vor Kopf hat die Besucher eine Weltpremiere erwartet: Sascha Lenzner hat erstmals den „Robotix“ präsentiert. Anschließend hat der Weg vorbei am Riesenrad auf den „Hot Snow“ zu geführt, bevor es weiter Richtung Ein-und Ausgangsbereich gegangen ist, wo die „Music Station“ zur Linken platziert wurde. Am zweiten Wochenende ist mit dem „Kesseltanz“ ein Nachzügler hinzugekommen und hat das Angebot vervollständigt. Es wäre auch sicher alles noch bis zum geplanten Ende am 8. November gut gelaufen, wenn in der Region nicht die Zahl der Coronainfizierten rapide gestiegen wären. Bereits am zweiten Wochenende musste die Zahl der Besucher auf dem Platz von 1.000 auf 500 reduziert werden, außerdem mussten die Masken nun generell getragen werden. Das hat die Gäste allerdings keinesfalls davon abgehalten, endlich wieder Volksfestatmosphäre zu genießen, doch dann ist freitags die wohl schlimmste Botschaft gekommen: Sämtliche Freizeiteinrichtungen mussten nach dem

Wochenende schließen. Das war auch das Aus für den „Bliede-Park“, der so eine Woche eher schließen musste. Besonders ärgerlich: Just am letzten geplanten Wochenende wäre perfektes Volksfestwetter gewesen.

Text und Fotos: Ralf Müller

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