Crange ist wieder da

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Rund 500 Beschicker laden ein zur „Größten Kirmes in NRW“

 

Ein Blick auf die Cranger Kirmes 2018

Crange ist nach zwei Jahren „Dornröschenschlaf“ wieder da – und wie! Schon vor rund 15 Jahren lud Cranges damaliger OB Horst Schiereck mit folgenden überzeugenden Worten zu dem Super-Ereignis am Kanal ein: „Es gibt Menschen, die eigens in die Ferne schweifen, um mindestens zehn Tage dem tristen Alltag zu entfliehen und einzutauchen in eine Welt voller Abenteuer und Überraschungen. Doch wie so oft im Leben liegt die bessere Alternative vor der eigenen Haustür. Die Herner zum Beispiel, ganz besonders die Wanne-Eickeler und auch das Publikum aus der Region drum herum wissen es längst: Wer Außergewöhnliche erleben oder einfach nur die Seele baumeln lassen will, der ist am besten aufgehoben auf dem Cranger-Kirmes-Festplatz am Rhein-Herne-Kanal. Das größte Volksfest im Lande NRW bietet Unterhaltung pur, Spaß ohne Grenzen und Vergnügen hoch drei. Da ist für jeden und jede etwas dabei – himmelhohe Hightech-Fahrgeschäfte, rasante Achterbahnen, nostalgische Karussells, gemütliche Biergärten, kulinarische Köstlichkeiten für fast jeden Geschmack. Kein Wunder also, dass Jahr für Jahr Millionen Besucher voller Freude auf den Beginn des Rummels warten.“ Diese Worte können nach wie vor voll und ganz auch für die Cranger Kirmes des Jahres 2022 stehen. Ab dem 4. August wird „Crange“ – so kurz und knapp wird das große Volksfest im Fachjargon genannt – wieder das Leben und Treiben in der Region um Herne/Wanne-Eickel bestimmen. Veranstalter, Beschicker und Fachpublikum erwarten am Rhein-Herne-Kanal nach den zwei Jahren ohne „Crange“ und dem gelungenen Düsseldorfer Aufgallopp bei der „Größten Kirmes am Rhein“ viele Besucher und gute Umsätze, die die durch Corona ausgefallenen Jahre hoffentlich ein wenig vergessen machen.

Werbekampagne typisch Crange
Über 30 Millionen Kontakte erreicht die überragende Werbekampagne für die Cranger Kirmes über die unterschiedlichsten Kanäle. Es gibt rund 350 Großflächenplakate, verteilt auf den Großraum des Ruhrgebiets um Herne, unzählige Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie Radiospots und zur Cranger Kirmes selbst das Extrablatt „Der Cranger“. Darüber hinaus ist Crange auch in allen sozialen Medien von A bis Z vertreten. Außergewöhnlich ist wie immer das gewählte Thema. Verantwortlich dafür zeigt sich das Stadtmarketing unter Holger Wenrich. Das neue Kirmesplakat erzählt die Geschichte einer Urlaubsreise zur „Sommerkirmes an der Ruhrgebiets-Riviera“, wo die Besucher die Cranger Kirmes wieder in vollen Zügen auskosten können. Da passt es ideal, dass Schlagerstar Howard Carpendale, als Schwarm der Damenwelt zur Eröffnung anreisen wird. Der neue Werbe-Slogan legt die Finger an den Puls des Kirmesplatzes und fängt die Stimmung in der Stadt ein. Nach zwei scheinbar endlos langen Jahren brennen die Kirmesfans auf ihre Cranger Kirmes. „Crange ist ein Sehnsuchtsort, der den Menschen ein paar glückliche Stunden beschert und sie für einen Moment den Alltag vergessen lässt“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Der Hintergrund sei nahe an der Wirklichkeit, schließlich nehmen sich viele Menschen hier gerne Urlaub, um auf Crange die schönsten elf Tage des Jahres zu verbringen.

Starke Besetzung wie immer
Neuheiten sind auch in Crange das Sahnehäubchen auf dem wie immer aus unzähligen interessanten Zutaten bestehenden Kirmesmenü. Diesmal feiern wieder mehrere Fahr- bzw. Laufgeschäfte und viele kleine Geschäfte ihre Crange-Premiere. Insgesamt werden wieder rund 500 Beschicker auf Crange aufbauen, darunter rund 50 Fahr-, Schau- und Laufgeschäfte. Neu dabei ist „Heidi the Coaster“ von Schneider & Co. OHG, die komplett im Bayern-Look gestaltete Achterbahn. Drei drehende Vierer-Gondeln sorgen hier für rasantes Fahrvergnügen, zumal sie per Powerlift rasant auf Höhe gebracht werden. Zum ersten Mal auf Crange lädt auch das „Dschungel-Camp“ von Angelo Agtsch ein. Das Laufgeschäft bietet zahlreiche Dschungelprüfungen auf einem insgesamt 232 Meter langen Parcours über vier Ebenen. Erstmalig dabei ist auch der nagelneue „Disco-Jet“ des Münsteraner Kollegen Arno Heitmann. Eines der markantesten Crange-Geschäfte, Bruchs „Alpinabahn“, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Der Besuchermagnet der Familie Oscar Bruch ist nach wie vor die größte und längste transportable Achterbahn der Welt ohne Looping. Angela und Inge Bruch haben während der Coronazeit unverzagt in neue Züge investiert, die die Fahrt in der eleganten Bahn noch sanfter machen.
Als Familienkirmes lockt Crange mit Angeboten für Familien mit Kindern. In diesem Jahr richten sich 15 Fahrgeschäfte speziell an diese Zielgruppe. „Auf Crange sollen die Besucher wieder alles finden, was man von einem Volksfest dieser Größenordnung erwarten darf!“, versprach das Stadtoberhaupt OB Frank Dudda und fügte hinzu, dass sich Herne im Jahr seines 125-jährigen Stadtjubiläums ganz besonders auch auf Besucher aus den Partnerstädten freue.

Nach 25 Jahren elegant und rasant wie am ersten Tag: die Alpina Bahn / © Oscar Bruch oHG

Ein imaginärer Platz-Bummel
Kirmesplaner Tybo Zywietz hat trotz so manch coronabedingter Schwierigkeit erneut ein interessantes Kirmesmenü zusammengestellt. Was immer schon gut war, wurde so belassen, anderem jedoch durch Neuverpflichtungen einen neuen Anstrich gegeben. Dabei wurde er, wie schon angedeutet, von einer Reihe kurzfristiger Absagen (wann hat es das gleich in zigfacher Menge jemals gegeben?) überrascht. Die Lücken konnten jedoch erfolgreich und attraktiv geschlossen werden. Beginnen wir unseren Besuch am Cranger Tor. Dort stößt man wie immer zunächst auf Manfred Howeys einzigartigem „Happy Sailor“ nach wie vor eine besondere Augenweide und zu Recht Stammbeschicker. Dahinter folgt der „Voodoo Jumper“ von H.O. Schäfer jr. und schräg gegenüber hat wieder Renoldis „Almhüttendorf“ seine Zelte aufgeschlagen. Biegt man vor dem Sailor rechts ab, begegnet man Quantes „Millenium Drive“, dem ersten von insgesamt vier Skootern und trifft dann wie schon 2019 auf das Laufgeschäft „Panic Room“ sowie im Kreuzungsbereich auf Schneiders Bayern-Acht „Heidi the Coaster“, Küchenmeisters „Konga“ und Otto Wendlers „Wellenflug“. In der „Wachsmann-Straße“ präsentiert sich diesmal nicht das gewohnte „Bellevue“-Rad, sondern „Jupiter“ von Barth und Kipp. Dazu Ossi Bruch: „Bei dem terminlichen Engpass zwischen Crange und Luxemburg sowie der aktuellen Personalsituation mussten wir schweren Herzens auf Crange verzichten.“

Festwagen der Werbegemeinschaft Wanne-Nord mit dem Wanne-Eickeler Mond.

Nach dem „Jupiter-Rad“ stößt man vor Kopf diesmal auf den Dauerbrenner „Shake & Roll“ der Familie Schäfer, der sich technisch und optisch in absolutem Neuzustand befindet. Mit Hofmanns „Aqua Velis“ folgt ein erstes klassisches Laufgeschäft, demgegenüber sich Oberschelps rasantes „Mr. Gravity“ dreht und am Ende dieses Bereichs bilden Schützes „Die große Geisterbahn“ und Schneiders „Hangover“ ein Duo. Am Eck platziert folgt als Nächstes die „Petersburger Schlittenfahrt“ von Radünz und dann in der „Schlagerherz“-Querstraße Heitmann-Schneiders großer „Piraten-Fluss“. An der Straße längs dem Rhein-Herne-Kanal präsentieren sich Schmidts Auto-Skooter „Drive In“ sowie die „Laserpix“-Bahn von Jehn und schließlich Küchenmeisters „Apollo 13“ sowie Markmanns „The Real Nessy“. Es folgt Dagmar Osselmanns Diamond-Skooter“ und schließlich präsentiert sich im rechten Winkel zur „Alpina-Bahn“, die den Abschluss im Westen des Platzes bildet, der „Fight-Club“ von Häsler-Schultz. Gegenüber Bruchs Acht dreht sich diesmal überraschend Heitmanns neuer Musik-Express „Disco-Jet“. Zurück Richtung Cranger Tor: Zunächst trifft der Besucher linker Hand auf Goetzkes „Jules-Verne-Tower“, im nachfolgenden Erker präsentieren sich Gründlers „Circus-Circus“ und das außergewöhnliche Lauf-, Erlebnis- und Fahrgeschäft „Dr. Archibald“ von Greier. Vis-a-vis erstmals das „Dschungel-Camp“ von Agtsch, dann Iskens Skooter „Number 1“. Pluschies‘ unverzichtbarer „Rotor“ dreht sich direkt neben der Crange-Festhalle und auf der anderen Seite dieser Passage gastiert heuer wieder einmal Eberhards „Wilde Maus XXL“. Gegenüber auf seinem Stammplatz wirbelt auch 2022 Raoul Krameyers „Big Monster“. Last but not least erreichen wir – ebenfalls auf seinem Stammplatz – Bonners „Breakdance Nr.2“, seit Jahren der Renner unter Cranges Rundfahrgeschäften.

Crange ist Liebe
„In diesem Jahr möchten wir mit dem Standesamt auf dem Kirmesplatz Trauungen in einer Gondel des Riesenrads anbieten“, teilte Kirmesdezernent Dr. Burbulla erfreut mit. Diesbezügliche Gespräche zwischen Standesamt, den Betreibern des Riesenrads und dem Stadtmarketing Herne haben inzwischen stattgefunden.

„Hello again, Crange!“
Über 50 Millionen verkaufte Tonträger, 17 Top-10-Alben und etliche Auszeichnungen sprechen für Howard Carpendale. Er begeistert seit fünf Jahrzehnten als charismatischer Interpret mit aufrichtigen Gefühlen. „Schlagerfans dürfen sich auf einen leidenschaftlichen Auftritt ihres Superstars zur Eröffnung der Cranger Kirmes in der Cranger Festhalle freuen“, so Oberbürgermeister Dudda. Beim traditionellen Fassanstich am 5. August um 14.00 Uhr steht Bundestagspräsidentin Bärbel Bas dem Stadtoberhaupt als prominenter Gast aus der großen Politik zur Seite. Bevor Dudda den Zapfhahn ins Fass treibt, wird er in Begleitung der Bundestagspräsidentin, der ruhrgebietstypischen Bergmannskapelle und den Fahnenabordnungen zahlreicher Schaustellervereine in die Cranger Festhalle einziehen. Am Abend erwartet die Kirmes-Besucher dann ein zweites, weithin sichtbares Spektakel: das Riesen-Auftakt-Feuerwerk. Mit einem weiteren Brillantfeuerwerk, das den Himmel über dem Festgelände am 14. August ein letztes Mal erstrahlen lassen wird, soll die Cranger Kirmes 2022 mit einem hoffentlich guten Ergebnis für alle Beteiligten enden.

… typisch Crange.

„Crange 2022 ist sicher!“
Dies versicherten die Stadt Herne als Veranstalterin sowie Polizei und Feuerwehr bei der Vorstellung des Sicherheits- und Hygienekonzeptes für das größte Volksfest in NRW, das am 4. August beginnt. „Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wird es eine fast normale Cranger Kirmes geben“, sagt Hernes Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla. Nicht ganz normal, weil die Stadt die aktuellen Rahmenbedingungen nicht ausblendet. Dazu gehört der Krieg in der Ukraine, die Inflation und die weiterhin steigenden Infektionszahlen. Zum Thema Corona-Pandemie hat der Veranstalter extra ein Hygienekonzept mit Handlungsempfehlungen für den Besuch der Cranger Kirmes und für die Arbeit der Schausteller entworfen. Die zentrale Aussage: Offizielle Einschränkungen und Kontrollen wird es nicht geben, auch keine Maskenpflicht, keine Einlasskontrolle, kein eingezäunter Platz. Zu den grundsätzlichen Handlungsempfehlungen für Besucher gehört es vor allem, die empfohlenen Schutzimpfungen wahrzunehmen, den Kontakt mit anderen bei typischen Symptomen einer Coronainfektion zu meiden und die Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln – oder, wie Dr. Frank Burbulla es ausdrückt: „Was zurzeit im Alltag gilt, gilt auch für den Besuch unserer Kirmes.“

Neues Eingangstor an der Dorstener Straße / © Stadtmarketing Herne GmbH

Masten mit Lautsprecher und Videokamera
Kirmesbesucher werden sich in diesem Jahr an einen neuen Anblick gewöhnen müssen: fünf Multifunktionsmasten, acht Meter hoch, bestückt mit Lautsprechern, LED-Monitor, Videokamera und einem Notlicht. Genutzt werden können sie für eine Entzerrung des Besucherstroms, für wichtige Hinweise oder Durchsagen und nicht zuletzt für die Wetterbeobachtung. Alexander Neumann vom städtischen Fachbereich für Öffentliche Ordnung: „In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst sind wir dadurch auch auf mögliche Unwetter viel besser vorbereitet.“

Text und Fotos: Rainer Schulz

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