Düren fährt auf Sicht

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Planungen zur Annakirmes laufen.

Im Vorjahr musste die Dürener Traditionsveranstaltung und damit eines der größten Volksfeste in Nordrhein-Westfalen mit rund einer Million Besucher ausfallen. Auch wenn derzeit die Inzidenzzahlen im Kreis Düren wenig hoffnungsvoll sind, lässt sich die Verwaltung davon nicht beirren und fährt quasi geradeaus. Nach dem Motto „bis Ende Juli kann sich noch eine Menge tun“, plant die Verwaltung erst einmalfür eine normale Annakirmes, die am letzten Juliwochenende bis zum 8. August starten würde. Einen „Plan B“ für die Annakirmes gibt es dabei nicht. Entweder wird ganz oder gar nicht gefeiert! Der für die Vergabe geschaffene Steuerausschuss, der „viel Sand aufgewirbelt hat“ und mit seinen Entscheidungen nicht immer glücklich agierte, wurde mit der Neuwahl des Bürgermeisters Frank Peter Ullrich abgeschafft. Entscheidendes Gremium ist jetzt der Haupt-und Finanzausschuss. Diesem wurde vom Rat die Zuständigkeitübertragen und ist damit letztendlich der Entscheider für einen Platz auf der Annakirmes. Die Verwaltung kann in Form ihres bewährten Platzmeisters Achim Greiff eigene Vorschläge machen.Achim Greiff hat das Volksfest so geplant, als gäbe es keine Pandemie. Zu einzelnen Geschäften möchte der Platzmeister noch kein Statement abgeben, da die Verträge noch nicht geschrieben sind. „Dann würden die Schausteller es vorab aus der Zeitung erfahren. Das wäre nicht so optimal“, sagt der Platzmeister. Er ist überzeugt, ein interessantes Platzbild präsentieren zu können und die ersten Informationen sprechen von rund 15 Fahrgeschäften.

Ganz so viel Auswahl an Schaustellergeschäften hat es nach der Ausschreibung für 2020 nicht gegeben, denn rund 20 Prozent weniger Bewerbungen sind eingetroffen. Ein bundesweiter Trend, der nicht nur in Düren zu beobachten ist. Dennoch genug Stoff zur Gestaltung einer Topveranstaltung. Der VRS-Vorsitzende Hans Bert Cremer hat dafür eine durchaus plausible Erklärung, denn mancher Kollege spart sich die Bewerbungskosten oder andere optimieren angesichts geringer Einnahmen im Vorjahr mit Blick auf die Transportkosten ihre Reiserouten.Doch was passiert, wenn eine Annakirmes nicht möglich ist? Einen „Plan B“ für eine „Annakirmes light“ mit größeren Abständen und weniger Geschäften hat Platzmeister Greiff nicht in der Schublade. Ein so großes Volksfest mit Zugangskontrolle komplett einzäunen ist für die Verwaltung keine Alternative. „Was würden wir dann zum Beispiel mit den vielen Besuchern auf dem Weg zum Platz machen, wenn die Höchstbesucherzahl erreicht ist. Das würde ein Verkehrschaos geben und Abstand halten wäre kaum möglich“, bemerkt der Platzmeister.Falls kein Volksfest möglich sein sollte, steht der Dürener Verband VRS unter Führung von Hans Bert Cremer mit seinen Mannen bereit. Dem Verband wäre es am liebsten, wenn die Annakirmes stattfindet. Im Vorjahr konnte so das Dürener Kirmeserlebnis erfolgreich als Pop-up-Park „Dürener Sommer Spezial“ durch den VRS erlebbar gemacht werden, wenn auch in kleinerer Form als die gewohnte Annakirmes. Die Unterstützung seitens der Politik ist offenbar vorhanden. „Wir sollten offen sein für alles, was geht“, sagt der CDU-Vorsitzende Stefan Weschke.

Text und Foto: Martin Wehmeyer

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