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Herbstmarkt in Staßfurt - Action!
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Herbstmarkt in Staßfurt!

 

Nicht mal ein Dutzend Veranstaltungen mit drehenden Karussells konnten im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt durchgeführt werden. Zu den rühmlichen Ausnahmen hat der Herbstmarkt in Staßfurt gezählt, der sowohl für die Beschicker als auch für die Besucher viel bedeutet hat!Zunächst ein paar Hintergrundinformationen zum Spielort. Staßfurt ist im Salzlandkreis, knappe 50 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Magdeburg an dem FlüsschenBode gelegen. Rund 25.000 Einwohner leben in dem vor allem durch das erste Kalibergwerk der Welt berühmt gewordenen Ort. Heute durchlebt man ein Wechselbad der Gefühle, wenn man durch die Straßen Staßfurts fährt. Einige Ortsteile wirken sehr modern, aufgeräumt und belebt –andere sind von wirtschaftlichen Einbrüchen gezeichnet. An einigen Stellen wurde investiert, an anderen eben nicht. Diese beiden Seiten waren am Ende auch ausschlaggebend für den Herbstmarkt. Dieser ist nämlich auf dem Neumarkt durchgeführt worden, auf welchem eigentlich schon längst die Bauarbeiten für ein neues Modezentrum hätten beginnen sollen. Gut für die Schausteller, dass sich diese Maßnahmen noch verzögerten, denn somit konnte auf eine zentrale Freifläche zurückgegriffen werden, die zudem schön an der Bode gelegen ist und ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Nähe bietet. Wie man es von anderen mobilen Freizeitparks her schon gekannt hat, wurden im Eingangsbereich Zäune mit Hygienehinweisen aufgestellt. Auf den notwendigen Abstand von 1,5 Metern wurde durch Pfeile und Markierungen hingewiesen.

Simpel aber genial war die Art und Weise, wie man sichergestellt hat, dass sich nicht zu viele Besucher (erlaubt waren 1.000 Personen gleichzeitig) auf dem Gelände tummeln. Jeder Gast hat einen Stern vom Schießwagen in die Hand gedrückt bekommen und beim Verlassen wurde man darauf aufmerksam gemacht, diesen wieder abzugeben. Es kann so einfach sein!Als erste Attraktion ist der „Free Fall“ von Nachtigall ins Blickfeld gefallen. Der rund 20 Meter hohe Freifallturm hat seinen Insassen den ein oder anderen spitzen Schrei auf dem schnellen Weg nach unten entlockt. Die lange Front zur Rechten des Geländes hat die „Musik-Hall“ von Toni Schmidt gebildet. Der moderne Skooter ist vor allem durch Abbildungen von Sportwagen und Upper-Class-Autos gekennzeichnet. Ein Erlebnis wie im Traum hat der „3D Simulator“ von Eckstein versprochen. Bei dem dreidimensionalen Wahnsinn auf der Leinwand konnte aus einem halben Dutzend Filmen gewählt werden. Elektronische Musik hat passenderweise die Fahrt des „Techno Power“ von Toni Schmidt untermalt. Der erst zwei Jahre junge Scheibenwischer aus tschechischer Produktion glänzt durch digitale Drucktechnik und neueste LED-Beleuchtung. Neuzeitlich hat auch das Geschäft von Patrick Schmidt gewirkt, obgleich es unglaubliche stolze 54 Jahre auf dem Buckel hat. Der „X-Elevator“ getaufte De Boer-Twister ist erst kürzlich neu designt worden und erfreut nach wie vor Alt und Jung. Nostalgisches Flair aus den 1930er-Jahren hat der Kettenflieger aus dem Hause Weisheit versprüht. Ein solch gut erhaltenes Karussell aus längst vergangener Zeit trifft man selten. Den Reigen der Großattraktionen hat Franzelius „Break Dancer No. 1“ geschlossen. Seit Kurzem untermalen vier Moving Heads die wilde Fahrt von oben und sorgen bei den zumeist jugendlichen Insassen für noch mehr Disco-Feeling. Die jüngsten Besucher haben sich in Köllners Kinderkarussell, auf dem Bungee-Trampolin und im Raketenflug von Sandy Schmidt, der „Circus Afro“ getauften Eisenbahn von Patrick Schmidt, bei einer Fahrt über die Buckelpiste von Eckstein oder im kleinen Bodenkarussell von Toni Schmidt vergnügt. Spiel und Spaß haben Pfeilwerfen, Entenangeln, Blumenpflücken, Schießwagen, Greifer und eine Verlosung garantiert. Der Imbissbetrieb von Straube-Weisheit, der Fischwagen von Aal Martin, die Bäckerei von Probst sowie die Süßwaren von Schmidt und Probst haben mit Pommes frites, Bratwurst, Crêpes, Waffeln und so einigem mehr bestens für das leibliche

Wohl gesorgt. Insgesamt haben 29 Geschäfte aufgebaut, wodurch ein anschaulicher und gut sortierter Vergnügungspark entstand. Ermäßigte Preise haben am Mittwoch zum Familientag gelockt und tags darauf haben Freunde des Karussellfahrens beim Doppeldeckertag zweimal zum Preis von einer Fahrt ihre Runden drehen dürfen. Der Herbstmarkt hat vom 9. bis zum 18. Oktober täglich um 14 Uhr geöffnet und bis spät abends hat buntes Treiben auf dem Neumarkt geherrscht.Organisiert wurde der mobile Freizeitpark durch Silvio Köllner, der bereits in der Vergangenheit so einige Schaustellerveranstaltungen sorgfältig und systematisch vorbereitet hat. Unterstützung hat er dabei von Lothar Welte, dem 1. Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Mecklenburg Vorpommern e. V., erhalten, der den Weg zuvor für ähnliche Projekte im Nordosten Deutschlands geebnet hatte. Wenngleich mit einer maximalen Besucherzahl von 1.000 Personen keine Riesenumsätze eingefahren werden konnten, so war der Staßfurter Herbstmarkt für die Seelen der Gäste und der Schausteller immens von Bedeutung in einem solch schwierigem Jahr wie 2020.

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