Erlanger Bergkirchweih

Bergkirchweih
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Theoretisch noch 100 Tage bis zum Bieranstich.

Der Faschingssonntag ist für die Fans der „Bergkerwa“ seit vielen Jahren ein magisches Datum und man trifft sich zum Frühschoppen auf dem Kellerareal. Dort verwandeln rund 11.000 Sitzplätze das ganze Jahr über fest installiert unter alten Linden, Kastanien und Eichen das Gelände am Hang des Burgbergs in den größten Biergarten Europas. Bei angenehmen Temperaturen kamen in den letzten Jahren mehrere 100 Vorfreudige zusammen. Gut bestückt mit Grill und Bier und bester Laune quer durch alle Generationen. Vereint in der Vorfreude auf den Anstich am Donnerstag vor Pfingsten. Die folgenden 12 „Berg-Tage“ bringen bis zu einer Million Besucher in die Hugenottenstadt. Gedämpfte Vorfreude.

Dieses Jahr war alles anders nur die wahren „Berg-Freunde“ kamen. Die frostigen Temperaturen und die dicke Schneedecke auf den Biertischen waren nicht das zentrale Gesprächsthema. Es ging um die Veranstaltung, die am 20. Mai mit dem Anstich durch den Oberbürgermeister starten soll. Nachdem schon 2020 der Berg aus den bekannten Gründen ausfiel, ist auch für 2021 kein glückliches Wiedersehen in Aussicht. Die Stadt Erlangen als Veranstalter geht so ein Statement aus dem Rathaus „nicht davon aus, dass die Bergkirchweih 2021 in gewohnter Form stattfinden kann. Um allen Beteiligten Planungssicherheit zu geben, wird nach den Faschingsferien über die Bergkirchweih 2021 definitiv entschieden.“

Ein Beteiligter bringt es auf den Punkt und nimmt einen großen Schluck aus seinem traditionellen Kitzmann-Maßkrug: „Der offizielle Termin für die Bergkirchweih ist noch nicht gestrichen. Aber es rechnet doch wohl niemand damit, dass es am Donnerstag vor Pfingsten einen Anstich geben wird“. Der Veranstalter sprichtAnfang Februar hat sich die Stadt erstmals zu Wort gemeldet: „Die Stadt Erlangen hat sich im vergangenen Jahr entschieden, trotz der unsicheren Situation eine Ausschreibung für Schaustellerbetriebe durchzuführen, die sich um eine Teilnahme an einer Bergkirchweih 2021 beteiligen wollen. Gegenwärtig gehen wir nicht davon aus, dass die Bergkirchweih in diesem Jahr in gewohnter Form stattfinden kann.“

Konrad Beugel, Leiter des städtischen Referates für Wirtschaft und Finanzen sowie Berg-Referent, ergänzt: „Großveranstaltungen sind gegenwärtig aufgrund der Pandemielage nicht verantwortbar. Es werden Möglichkeiten geprüft, ob den stark belasteten Schaustellern Alternativen geboten werden können.“.  Eine Terminverlegung in den Sommer oder in den Herbst ist aktuell kein Thema. Der Berg ist mit Pfingsten untrennbar verknüpft.Berg-ErsatzWas sagen die Schausteller dazu? Adam Kunstmann, 1. Vorsitzender der BLV-Bezirksstelle Erlangen: „Ich wünsche mir von der Stadt Erlangen mehr Fantasie und Entscheidungsfreude bei der Bereitstellung von Alternativflächen im Innenstadtbereich. Nürnberg und Fürth haben es im letzten Jahr vorexerziert und den Berufskollegen Verdienstmöglichkeiten geboten.“

Berg-Referent Beugel verweist auf Erfahrungen, die Erlangen und andere Städte 2020 bereits mit dezentralen Lösungen gemacht haben. Es müsse sehr genau hingesehen werden, was sich auf Erlangens Plätzen realisieren lasse. Denn eins ist klar: Eine „normale“ Bergkirchweih als fünfte Jahreszeit wird es auch 2021 sicherlich nicht geben.Aus der RegionDie Stadt Nürnberg hat den beliebten Frühjahrs-Trempelmarkt am 7./8. Mai in der Innenstadt abgesagt. Noch keine offizielle Entscheidung gibt es für das bundesweit größte Frühlingsfest in Nürnberg mit dem Starttermin am Ostersamstag, 3. April. Hier wird mit Hochdruck an einem alternativen Konzept gearbeitet.

Text und Fotos: Helmut Bresler

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