Für die Kirmes – Soester Impfaktion

Dennis König

Teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Obgleich es nur die Kombination einer Ziffer und eines Buchstabens ist, hat es gewiss die Chance auf das Wort des Jahres: „3G“. Fast überall spricht man derzeit entweder in der Kurzform oder in den drei Worten: „getestet, genesen, geimpft“. Die Rede ist von der 3G-Regel. Bund und Länder wollen einen weiteren Anstieg der Corona-Infektionszahlen vermeiden. Daher rufen sie dazu auf, sich impfen zu lassen – und haben neue Testpflichten beschlossen. Seit dem 23. August gilt die 3G-Regel. Wer nicht geimpft ist oder nicht als genesen gilt, muss in vielen Fällen einen aktuellen Test vorlegen.
Nach aktuellem Stand wird die 3G-Regel auch für die Soester Allerheiligenkirmes, der größten Altstadtkirmes der Welt, überaus relevant sein. Dieses Großevent wird nämlich nur dann ordnungsgemäß durchgeführt werden können, wenn eines dieser 3Gs von den Besuchern nachgewiesen werden kann. Da stellt sich unweigerlich die Frage, wie dies bei einer Innenstadtkirmes kontrolliert werden kann.
Bei temporären Freizeitparks war dies einfach, da sie eingezäunt wurden und beim Einlass auf das Gelände der Nachweis vorgezeigt werden konnte, bzw. musste. Die Soester Allerheiligenkirmes lässt sich nicht einzäunen. Viel zu viele kleine Gassen machen dies schlicht unmöglich. So werden die Kontrollen durch dreierlei Instanzen stichprobenartig durchgeführt. Primär wird das Ordnungsamt kontrollieren, aber auch die örtlichen Gastronomen und der Schaustellerverband haben sich dazu verpflichtet, zu prüfen, ob die Besucher getestet, genesen oder geimpft sind. Hinsichtlich der Impfungen liegt man im Kreis Soest bei über 70 Prozent und entspricht damit in etwa dem bundesweiten Durchschnitt. Die Impfaktion am 25. September hat die Zahl der geimpften nochmals erhöht.
Im Voraus wurde für diese Aktion mächtig die Werbetrommel gerührt. Am Dienstag, 21. September, lud die Stadt Soest um 9 Uhr morgens zum Pressetermin in die Stadt. Etliche Medien waren vor Ort, fotografierten, führten Interviews und versprachen zu berichten. Im Radio, im Internet, in den Zeitungen und auf Plakaten wurde dann tatsächlich auf die Impfkampagne unter dem Motto „Ein Herz für die Allerheiligenkirmes“ geworben. Mirko Hein vom Soester Impfzentrum erklärte, dass zweierlei Impfstoffe bereitstünden. Es waren dies das aktuell beliebteste und laut Statistik sicherste Vakzin von BioNTech-Pfizer und das Vakzin von Johnson & Johnson. Während der amerikanische Impfstoff nach einmaligem Gebrauch einen Schutz von etwa 66 Prozent bietet, kommt das Deutsche Produkt, welches allerdings nach etwa vier Wochen ein zweites Mal verabreicht werden muss, auf einen rund 90-prozentigen Schutz. Insofern war der Zeitpunkt nicht zufällig gewählt. Bis zur Kirmes könnte sich der Impfschutz vollständig aufgebaut haben, sofern man sich für das Produkt von BioNTech-Pfizer entschieden hatte. Um die Priorität dieser Aktion deutlich zu machen waren überdies Detlef Märte, seines Zeichens Leiter des Ordnungsamtes, Carolin Brautlecht, die Leiterin der Wirtschaft und Marketing Soest GmbH, Jägerken Sebastian Moritz und Thomas Schneider, Sprecher des Soester Schaustellervereins, zugegen. Alle machten sich stark für diese Aktion und betonten, dass es viele Gründe gäbe, sich impfen zu lassen und mit der anstehenden Innenstadtkirmes gäbe es einen guten Grund mehr.
Schneider unterstrich einmal mehr den Stellenwert der Soester Allerheiligenkirmes und dass mit der Durchführung dieser Mega-Kirmes ein deutliches Zeichen für die Branche im Speziellen und für die Freiheit im Allgemeinen gesetzt werden könne. Ein fruchtbarer Boden für eine erfolgreiche Impfaktion wurde so geschaffen.
Das Glück war mit den Tüchtigen. Die Sonne strahlte am Samstag und die Stimmung in der Stadt war gut. Dutzende ließen sich nicht nur impfen, sondern auch von den Aktionen der Schausteller in ihren Bann reißen. So drehte beispielsweise das Kinderkarussell von Karl-Heinz Barkhofen, Lüdtkes „Crêperie“ setzte französische Akzente, herzhafte Snacks gab es in Form von Schneiders Reibekuchen und Wilmerings Mandeln verbreiteten den typischen Kirmesduft. Die Impf-Zertifikate wurden von einem bestens bekannten Kirmesgesicht, nämlich Michael Krause („Musik Express“) überreicht. Sechs Stunden lang, von 11 bis 17 Uhr, wurde inmitten des kleinen Kirmestreibens geimpft, wodurch die Quote abermals erhöht und die Wahrscheinlichkeit zur Durchführung der Allerheiligenkirmes 2021 nochmals gesteigert werden konnte. Alle Beteiligten haben sich mit der Aktion zufrieden gezeigt.

Text und Fotos: Dennis König

Werbung

Auch interessant

Rubriken

103

Aktuelles

49

Feste

8

Märkte

14

Parks

45

Artikel

4

Events

8

International

2

Ratgeber

4

Gesichter

4

Hinweise

12

Interviews

6

Musik

Neueste Beiträge

103

Aktuelles

49

Feste

8

Märkte

14

Parks

45

Artikel

4

Events