Gesichter des Komets: Ulrich Wehmeyer

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Vom Modellbauer zum KOMET-Berichterstatter

Es war am 19.Januar 2008–daran erinnert sich Ulrich Wehmeyer noch ganz genau als sein Bruder Martin ihn fragte, ob er nicht für den „Komet“ schreiben wolle. Dieser war gerade gemeinsam mitseinem Kollegen Herbert Hinkel auf dem Heimweg von einem Teamtreffen des Verlagshauses und hatte dort mitbekommen, dass weitere Berichterstatter gesucht werden. Mit dem Schreiben von Texten hatte Uli bereits Erfahrung, da er seit vielen Jahren schon Reportagen für diverse Zeitschriften wie „Modell-Auto“, „Modell Eisenbahner“ oder „Trödler“ geschrieben hatte und für die Kirmes interessierte er sich schon seit seiner Kindheit. So war die Entscheidung schnell getroffen und er schrieb seinen ersten Text für unsere Schaustellerfachzeitung über die Eröffnung der Mannheimer Maimess‘ am 26.April 2008. Die Freude an der Kirmes entdeckte UlrichWehmeyer bereits als Kind in seiner Heimatstadt Rheine. „Schon mein Vater begeisterte sich damals für die Fahrgeschäfte ganz besonders für die Technik“, erzählt der heute 66-Jährige.

Ob es wohl Zufall ist, dass er nicht nur Hobby-Modellbauer wurde, sondern auch viele Jahre als Dipl. Ing. für Elektrotechnik in der Bahnindustrie gearbeitet hat? Zwar hat ihn sein Beruf bereits im Jahre 1979 nach Mannheim verschlagen, die „Rheiner Herbstkirmes“ hat er dennoch nicht ein einziges Mal verpasst. Heute kann er in seinem wohlverdienten Ruhestand ausgiebig seinen beiden Hobbys frönen–Kirmes und Eisenbahn. Doch wie bekam er Kontakt zur Schaustellerbranche? Gemeinsam mit seinem Bruder beschäftigte er sich schon recht früh mit dem Modellbau –zunächst mit Modelleisenbahnenund später mit Karussells. Da die beiden dafür die Maße der Fahrgeschäfte benötigten, kontaktieren sie die Inhaber und Hersteller der Karussells. „Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, manche haben ihr Baubuch streng geheim gehalten, andere stellten es uns wiederum bereitwillig zur Verfügung, damit wir es uns kopieren konnten“, berichtet der Wahl-Mannheimer von seinen Erfahrungen. „Ähnlich war es auch mit der Offenheit der Marktmeister manche ließen uns die eingegangenen Bewerbungen für die Veranstaltungensichten und einzelne Sachen kopieren, andere achteten streng auf den Datenschutz. So ergaben sich über die Zeit hinweg zahlreiche Kontakte in die Branche. “In den letzten 20 Jahren seines Berufslebens war Ulrich Wehmeyer für den weltweit vertretenen Schienenfahrzeughersteller „Bombardier Transportation“ tätig und im gesamten deutschsprachigen Raum viel auf Dienstreisen unterwegs. So weiß er selbst wie es ist, viel unterwegs zu sein und kenntsich damit bestens aus. War an seinen Einsatzorteneine Kirmes in der Nähe, wurde sie natürlich besucht.Früher drehte er dann seine Runden in den Karussells, heute lässt der rüstige Rentner es etwas ruhiger mit Kaffee und Imbiss angehen, da er die wilden Fahrten nicht mehr so gut verträgt.

„Wenn der Olympia-Looping irgendwo steht, lasse ich mir die Gelegenheit aber nicht entgehen“, erzählt er lachend „und eine Runde Autoscooter geht auch noch.“ Auch sonst ist der humorvolle Mann für allerlei Spaß zu haben: In den Neunzigern übernahm er einmal für einen Tag die Frontkasse des Breakdancers „Happy Traveller“ bei der Firma Gack. Die Erinnerung, wie der Rekommandeur ihn damals angekündigt hat, ist ihm heute noch präsent: „Da unten sitzt unser Kassierer, den haben wir extra aus Mannheim mit dem ICE geholt.“Wiedie meisten unserer Berichterstatter schreibt er aus „Lust und Liebe zu der Sache“ für unsere Zeitung. Selbst einen Urlaub an der Ostsee verbindet er mit seinem Job und schreibt für den „Komet“. Neben seinen Berichten über sämtliche Feste in Mannheim und Worms schreibter auch über Veranstaltungen wie der Hanse Sail in Rostock oder dem Schwedenfest in Wismar, auch wenn es sich hierbei eher um Feste mit maritimem Charakter handelt. „Aber es sind zahlreiche Schausteller vor Ort“, erklärt er. Ansonsten ist seine Schreibheimat mehr im erweiterten Rhein-Neckar-Raum zu Hause. Dadurch haben sich viele Kontakte und Freundschaften in der Branche zu Schaustellern, Marktkaufleuten und Veranstaltern entwickelt, die er gerne persönlich und besonders auch über die sozialen Medien pflegt. So kommt immer Freude auf, wenn es wieder zur Eröffnung einer Veranstaltung geht. Auch seine Fördermitgliedschaft im Mannheimer Schaustellerverband 1904 e.V. dokumentiert die Zugehörigkeit zur Branche. Wie sagte ein Schausteller zu „Uli vom Komet“, wie ihn die Schausteller kennen und teilweise unter diesem Namen im Handy gespeichert haben: „Uli, Du gehörst schon zu uns. Du kannst gar nicht mehr ohne uns“. Alles eine große Familie, inklusive Familienanschluss und so ist Uli immer dankbar für diese schönen Erlebnisse rund um das Schreiben.

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