Nach starkem Auftakt, abruptes Ende

Hammer-Kirmes-Park - Impression
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Aus für Hammer-Kirmes-Park sorgte für Ratlosigkeit!

 

Nur wenige Tage nach der NRW-Kommunalwahl startete im Hammer Süden der als Ersatz für den coronabedingt ausgefallenen Stunikenmarkt organisierte „Hammer-Kirmes-Park“. Nach mehrwöchigen, intensiven Gesprächen mit der Verwaltung, hatte es schließlich grünes Licht für die Veranstaltung auf dem „Ökonomierat-Peitzmeier-Platz“ an den Zentralhallen, der gegen ein geringes Entgeltzur Verfügung gestellt wurde, gegeben. Rund 40 Schaustellerunter-nehmen wurden für die vorgesehene Spielzeit vom 18. bis 27. September verpflichtet. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass keine Sparte überbesetzt war. Das ganze Drum und Dran einschließlich der Einzäunung des 12.000 Quadratmeter großen Geländes mit exakt 555 Metern Bauzaun war eine starke Gemeinschaftsleitung derveranstaltenden Hand-in-Hand-Schau-steller, durch die die Ausuferung der Kosten eingedämmt werden konnte. Das unerwartete vorzeitige Aus sorgte für Frust und Ratlosigkeit bei allen Beteiligten. Um die Veranstaltung so sicher wie möglich zu gestalten, hatten die Hand-in-Hand-Schausteller einen schönen Batzen Geld in die Hand genommen: Hinweisschilder, Desinfektions-Spender, Absperrungen und Banner mit Hinweisen sowie sechs große Toiletten-Container usw. wurden angeschafft oder gemietet. Im Gegensatz dazu hatte man an der optischen Aufwertung des Geländes bewusst gespart. Zumal man die Unsummen für Deko, die auf einigen Vorplätzen ausgegeben wurden, bewusst nicht hatte aufbringen wollen.Den bescheidenen Eintrittspreis von einemEuro (mit dem die Kosten des Sicherheitspersonals ausgeglichen werden sollten)spielte für die Besucher offen-sichtlich keine Rolle. Von Beginn an entwickelte sich ein reges Kommen und Gehen, wobei sorgfältig darauf geachtet wurde, dass die Zahl von maximal erlaubten 1.380 Besuchern gleichzeitig nicht überschritten wurde. Alles in Allem: gute Aussichten auf einen lukrativen Verlauf des Kirmes-Parks. Die Beschicker warensehrzufrieden.

Schon zur Eröffnung am Freitag, 18.September, kamen rund 3.000 Besucher, am Samstag 4.800 und am Sonntag noch einmal 4.500. „Selbst der Montag war mit 1.500 Besuchern durchaus in Ordnung“, berichtete Uwe Röhrig, Vorsitzender der Hand-in-Hand-Schausteller. Dabei hätten sich die Besucher strikt an die corona-bedingten Vorgaben gehalten, so dassder Sicherheitsdienst kaum etwas zu tun hatte. „Nach den ersten beiden Tagen wussten wir im Grunde: Die Investitionen haben sich gelohnt“, so Röhrig. Dann jedoch passierte das Unvorhersehbare. Ausgehend von einer Mammuthoch-zeit, schnellten die Inzidenzzahlen in Hamm,das bis dato schlappe 20 Corona-Infizierte verzeichnete , so drastisch in die Höhe, dass die Stadt zu einem Hotspot wurde und alle Alarmglocken klingelten. Unmissverständlich forderte die Landes-regierung Reaktionen darauf ein. So musste Noch-OB Thomas Hunsteger-Petermann, erklärter Freund und Förderer der Schausteller, der zunächst für das Fortbestehen des Parks u. a. mit Minister Laumann in Clinch ging, schließlich aufgeben. Zunächst musste er der sofortigen Senkung der Besucherzahlen auf nur noch 999 Personen, und am Dienstag der kompletten Schließung der Veranstaltung, die nicht wieder zum Laufen kommen sollte, stattgeben. Auch der neue Hammer OB Marc Herter setzte sich für seine Hand-in-Hand-Schausteller von Anfang an ein. Durch einen Zuschuss aus dem Kulturfonds der Stadt konnten die Strom-Installationskosten problemlos gestemmt werden.

Der verbrauchte Strom selbst, war vonden Hammer Stadtwerken gesponsert worden. So konnten am Ende die meisten Beschickerin ihren Büchern eine schwarze Null notieren und man war die „berühmte Woche weiter“. Äußerung eines heimischen Beschickers dazu: „Außer Spesen leider nichts gewesen!“Hamms Kirmes-Park hat trotz seines abrupten Abbruchs gezeigt, dass in Zeiten von Corona pragmatisch und kostengünstig durchgeführte Veran-staltungen das Maß aller Dinge sind. Für den Besucher ist es einzig und allein wichtig, dass dabei die maßgebenden Attraktionen und Angebote vor Ort sind, damit echtes Kirmeserleben aufkommen kann. Großes Brimborium und Drumherum ist offensichtlich nicht unbedingt erforderlich, außer man setzt auf All-Inclusive-Lösungen ála Freizeitpark, die sich im soeben abgelaufenen Jahr allerdings nicht durchsetzen konnten.

Text und Fotos: Rainer Schulz

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