Heidelberg in der Weihnachtszeit

Heidelberg in der Weihnachtszeit- Impression!
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Ein bisschen Weihnachtsfeeling hat es dann doch gegeben.

 

Nach der Absage des Weihnachtsmarktes in Heidelberg wegen der gestiegenen Coronafallzahlen und dem Lockdown ist dann doch noch Weihnachtsfeeling aufge-kommen. Die klassischen „Drei“ wurden mit Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln in der Innenstadt angeboten. Verzehren hat man alles nur in Entfernung von den Ständen gedurft. Sitzgelegenheiten waren nicht vorhanden, bzw. man hat sie nicht nutzten dürfen. Am Bismarkplatz haben die Geschäfte schon seit dem Sommer gestanden. Mit der Weihnachtsdekoration haben sich die Imbisse „Tischlein deck Dich“, „Bauern-Grill“, Crêperie und „Knusperhäuschen“ in einen kleinen Weihnachtszauber verwandelt. Familie Kräher stand im Sommer auf dem Universitätsplatz. Zur Heidelberger Weihnacht wurde der Platz am Anatomiegarten eingenommen. Am Donnerstag vor dem 2. Advent haben noch Krusigs Crêpes-Geschäft und Familie Bauers Imbiss „Zum alten Bauer“ auf dem Universitätsplatz noch aufgebaut, auf welchem zu normalen Zeiten der größte Teil des Heidelberger Weihnachtsmarktes stattfindet. Einen besonderen Platz und entfernt zur Innenstadt habe die drei Geschäfte „Heidelberger Schinkenhütte“, „Mandeln-Nüsse“ und „Heidelberger Crêperie“ am Neckar, um genau zu sein am Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke, eingenommen. Mit den zunehmenden Einschränkungen der Landes-regierung Baden-Württemberg wurde es zum Abschluss schwieriger, nennenswerte Umsätze zu generieren. Der Glühweinausschank hat am Donnerstag vor dem 3. Advent ein jähes Ende gefunden.

War das Weihnachtsgeschehen in Heidelberg bis 23. Dezember geplant, wurde es durch den Shutdown zum 17. Dezember und Schließung der Geschäfte beendet. Dramatik ist am letzten Tag aufgekommen, als die Innenstadt wegen eines herrenlosen Koffers gesperrt wurde und der Kampfmittelräumdienst angerückt ist. Alles hat sich zum Ende aber als harmlos erwiesen. Die „Heidelberg Marketing“ mit Geschäftsführer Mathias Schiemer hatte sich Hilfen unter dem Motto „Weihnachtsmarkt zum Mitnehmen“ für die Schausteller und den ausgefallenen Weihnachtsmarkt überlegt.Es war gleichzeitig auch die Chance, die extra für den Weihnachtsmarkt 2020 hergestellten Weihnachtsmarkt-Tassen zu verkaufen. Ein großer roter Tragekarton mit einer Flasche Glühwein von Adam Müller, eine Sammler-Glühweintasse „Heidelberger Weihnachtsmarkt 2020“, eine weitere zeitlose Tasse, Magenbrot und gebrannte Mandeln, –das war der Heidelberger „Weihnachtsmarkt zum Mitnehmen“. Verkauft wurde alles zu 19,50 Euro, wovon sechs Euro den beiden Heidelberger Schaustellerverbänden zu Gute gekommen sind. Diese unterstützen mit dem Geld jene Mitglieder, die wegen der Coronakrise schon seit März keine Einnahmen haben. Für den Verkauf wurde am 4. und 5. Dezember ein „Drive in“ auf dem Neckarmünzplatz eingerichtet. Außerdem haben Rewe-und Edeka-Märkte, Aral-Tankstellen sowie die Galeria Kaufhof den „Weihnachtsmarkt zum Mitnehmen“ verkauft. Zu guter Letzt ein paar Kommentare von Besuchern und Beschickern, gesammelt von der Rhein-Neckar-Zeitung: „Es ist schade, dass man sich nirgends hinsetzen kann“ und „An den Glühwein in Pappbechern habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Wir sind aber einfach glücklich, dass wir überhaupt hier stehen und verkaufen dürfen.“

Text und Fotos: Ulich Wehmeyer (Quelle: Ausgaben Rhein-Neckar-Zeitung)

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