Hitzige Debatte entfacht

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Soester Marktplatz soll begrünt werden.

In der alten Hansestadt Soest ist eine Diskussion entbrannt. Seitens der Grünen, der derzeit zweitstärksten Fraktion der Stadt, ist der Antrag eingereicht worden, die „gute Stube“, den Marktplatz zu begrünen. Sicherlich eine auf den ersten Blick nette Idee. Je nachdem, wie diese Pläne allerdings in die Tat umgesetzt werden würden, würde es radikale Einschnitte für die größte Altstadtkirmes Europas bedeuten und nicht nur das.Der Marktplatz ist beileibe nicht nur das Herzstück der Allerheiligenkirmes. Mehrere Gastronomiebetriebe haben sich hier angesiedelt und nutzen die Freiflächen für das Positionieren von Tischen und Stühlen, die bei sonnigem Wetter extrem stark frequentiert werden. Für Touristen und Einheimische tuckert eine Solarbahn über den Marktplatz und bietet ab hier preisgünstige Stadtrundfahrten an. Eine Busbahnlinie tangiert das westliche Ende des Marktplatzes. Das Lichtevent „Soester Winterstrahlen“ findet mit einer Lasershow ihren Höhepunkt auf dem Marktplatz. Zum Altstadtfrühling stellen die Autohäuser der Region ihre Prachtkarossen hier und auf den angrenzenden Freiflächen aus. Der Bördetag lädt zu Livemusik und ausgelassener Stimmung auf den Marktplatz. Zur „ProBierBar“ treffen sich hier die Liebhaber des Gerstensaftes am ersten Oktober-wochenende. Zum überaus beliebten Weihnachtsmarkt werden auf diesem Areal die größten und meisten Geschäfte positioniert. Am 31. Dezember ist der Marktplatz das Ziel des weit und breit größten Silvesterlaufes. Für unsere Branche aber der wohl wichtigste Fakt ist wie bereits erwähnt der Marktplatz ist das Herzstück der Allerheiligenkirmes. Er ist der Dreh und Angelpunkt. Jeder, der diese Kirmesbesucht, schlendert früher oder später über den Marktplatz. Hier füllt es sich am frühesten und leert sich erst spät in der Nacht. Der Marktplatz ist der Treffpunkt der Soester. Man den Wunsch, dieses schöne Fleckchen noch schöner zu machen, verstehen undnachvollziehen, aber bitte doch auf eine Weise, die alle Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt.

Die Veranstaltungen müssen weiterhin ohne Einschränkungen durchführbar sein. Durch all diese Ereignisse, Feste und Events wird die Stadt erst lebendig. Politiker verschiedener Fraktionen, allen voran Bürgermeister Eckhardt Ruthemeyer (CDU), der technische Beigeordnete der Stadt Soest, Matthias Abel, zahlreiche Bürger, die Kirmesfreunde Soest, auswärtige Schausteller, Kirmesfans und natürlich Thomas Schneider, der Vorsitzende des Soester Schaustellerverbands, haben sich dafür ausgesprochen, dass die Kirmes nicht zusätzlich beschnitten oder begrenzt werden darf. Die Art und Weise, wie der Parkplatz gegenüber des Großen Teiches hergerichtet wurde, ist alles andere als optimal für die Schausteller und auch an vielen anderen Stellen der Stadt wird nicht immer an das Positionieren der fliegenden Bauten gedacht, obwohl die Allerheiligenkirmes das mit Abstand beliebteste und bedeutendste Event der Region ist und Hunderttausende Menschen anzieht. Argumente in der offenen Diskussion waren u. a., dass es genügend Wald und Grünflächen rings um Soest gäbe oder auch: „Gerne grün, dann aber mit Verstand!“ Blumen auf Rollen, wie in anderen Städten bereits praktiziert, waren ebenfalls ein Vorschlag. Es gab aber auch Meinungen, die besagten, dass der Soester Bach auch auf dem Marktplatz zu sehen sein sollte, dass Sandkästen aufgebaut werden sollten oder dass ein großer schattenspendender Baum zentral gepflanzt werden sollte. Nun sind elf Architektenbüros damit beauftragt worden, eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird. Wahrscheinlich wird es auf mobile Begrünungen hinauslaufen, die ggf. zu Veranstaltungen einfach zu demontieren sind.

Damit könnte man leben!

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