Horaffenland in Crailsheim

Klaus Strasser

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Pop-up-Vergnügungspark nach einer Woche erfolgreich beendet


Vom 14. bis 20. September haben sich die Besucher auf einen vergnüglichen Bummel auf ihrem gewohnten Festplatz freuen dürfen. Auch der traditionelle Volksfest-Termin ist mit drei zusätzlichen vorangestellten Spieltagen eingehalten worden. Grund für die Verlängerung war der Gedanke einer Entzerrung, zumal die Pforten täglich bereits um 20.00 Uhr geschlossen haben. Die Frequentierung hat sich dann allerdings, auch wetterbedingt, deutlich mehr zum Wochenende hin orientiert.   

Registrierung, AHA-Regeln, Desinfektionsmittel-Bereitstellung, erhöhte Toiletten-kapazitäten, betriebsinterne Hygienekonzepte und alle weiteren zum Zeitpunkt vorgegebenen Coronabedingungen haben Anwendung gefunden. Auf Festzelte und größere Biergärten hatte man bewusst verzichtet. Für das leibliche Wohl war man mit Imbiss- und Ausschankbetrieben, in größeren Abständen aufgestellten und nur mit Sonnenschirmen überdachten Sitzgelegenheiten gut versorgt. Nachlässe bei den Standgeldern hatte die Stadt den insgesamt zugelassenen 64 Schaustellerbetrieben (zumeist Stammbeschicker) und 16 Markthändlern gewährt.

Leider wurde die Veranstaltung durch eine Messerattacke gegen einen Schausteller nach Betriebsschluss am späten Donnerstagabend überschattet. Dieser musste mit schweren Verletzungen anschließend im nahe gelegenen Crailsheimer Klinikum operiert werden, konnte aber nach wenigen Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Zwei weitere Schausteller wurden bei den Auseinandersetzungen mit Schlägen und Tritten ebenfalls verletzt. Wiederholt in das abgesperrte Gelände eingedrungen war eine gewalttätige und polizeibekannte Gruppe. Sie konnte schnell ermittelt werden, der mutmaßliche Täter ist gefasst und sitzt in Untersuchungshaft. Große Bestürzung über diese Tat herrscht in der gesamten Bevölkerung. Betroffen hat Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer gesagt: „Ich bin schockiert und fassungslos, dass so etwas bei uns in Crailsheim geschieht. Die Schausteller kommen in unsere Stadt, um uns Spaß und Freude zu bereiten. Dass sie nun angegriffen und einer von ihnen auf brutale Art verletzt wird, macht mich traurig. Der Vorfall legt einen dunklen Schatten auf unsere Veranstaltung, auch wenn er sich außerhalb der Öffnungszeiten ereignet hat. Es tut mir leid, dass ein Schausteller in unserer Stadt auf diese Weise körperlich attackiert wurde. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen eine rasche sowie vollständige Genesung.“ Diese Wünsche hat er dem Opfer danach noch persönlich bei einem Besuch im Krankenhaus überbracht.

 Vergnügungspark:
Für das familienfreundliche Vergnügungsangebot konnte in vollem Umfang gesorgt werden. So hat sich die Fahrgeschäftsauswahl zusammengesetzt aus der Familienachterbahn „Twister“ (Kaiser), den Klassikern „Break Dance“ (Wolf), „Polyp“ (Schinkel), „Wellenflug“ (Distel), „Petersburger Schlittenfahrt“ (Burgdorf-Radünz) und Diebolds Autoskooter. Abwechslungsreich auch das Angebot für den Nachwuchs mit der Doppelschleife „Highway-Rallye“ (Kutschenbauer), der Bodenmühle „Timmis Circus-Caroussell“ (Jost), „Baby-Flug“ (Hartmannschott), „Barock-Kinder-Wellenflieger“ (Urbigkeit/Kutschenbauer) und den beiden Sportkarussells „Kinderparadies“ (Diebold-Wagner) und „Circus Karussell“ (Lutzenberger). Die Sparte Belustigung haben das „9D-Cinema“ (Bügler) sowie die Laufgeschäfte „Chaos Airport“ (Haberkorn) und „Psychodelic‘‘ (Bechstedt) belegt. Etliche Schieß- und Spielgeschäfte haben neben Imbiss- und Süßwarenbetrieben das Horaffenland komplettiert.

Resümee:
Nach einer Woche Spielzeit konnte mit knapp 89.000 Besuchern nun eine positive Bilanz gezogen werden. Der stärkste Besucherandrang wurde am Samstag mit 21.783 Registrierungen verzeichnet. Zum guten Ergebnis haben nicht zuletzt die optimalen Wetterbedingungen am Wochenende ihren Teil beigetragen. Frau Kröper-Vogt, Ressortleiterin für Soziales und Kultur und verantwortlich für die Durchführung spricht von einem großen Erfolg: „Von allen Seiten haben wir positive Feedbacks erhalten. Viele Schausteller empfanden pures Glück und Freude, dass ihre Geschäfte wieder mit Leben gefüllt waren. Auch von Besucherseite hat die Verwaltung viel Zuspruch erhalten. Das Horaffenland zu veranstalten war die absolut richtige Entscheidung. Während viele größere Städte ihre Veranstaltungen abgesagt hatten, haben wir uns dazu entschieden, eine Alternative zu entwickeln, die trotzdem vor allem Familien mit Kindern begeistern kann. Auch unsere Hygienekonzepte haben funktioniert. Wir hoffen, im kommenden Jahr wieder zur Normalität zurückkehren zu können, die Vorbereitungen für das nächste fränkische Volksfest sind schon angelaufen.“

Jedenfalls darf der Stadt Crailsheim und ihrer Verwaltung ein großes Lob ausgesprochen werden. Für den Mut und die Bereitschaft, auch in der momentan noch sehr schwierigen Zeit eine Alternativveranstaltung in dieser Größe – und wie man im Nachhinein sieht, sehr erfolgreich – auf die Beine gestellt zu haben.

Text und Fotos: Klaus Straßer

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