Ohne Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern

Der Weihnachtsmann liest den Komet.
Mara Holland-Moritz

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Interview mit dem Weihnachtsmann von Westfalen!

 

Was macht eigentlich ein Weihnachtsmann in dieser Zeit?

Wir haben bei Dirk Wellmann aus Hiddenhausen nachgefragt und so ist dieses spannende Interview für Sie entstanden.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Weihnachtsmann zu werden?

„Das fing schon sehr früh an, in der 3. oder 4. Klasse bei einem Theaterstück –da war ich der Mann im roten Mantel. Meine Mutter hat das Kostüm damals noch aus einem alten Bademantel hergestellt. Das habe ich später immer wieder aufgegriffen und auch in meinem privaten Umfeld immer mal den Weihnachtsmann gespielt. Als ich dann aufgrund Umstrukturierungen bei meinem ehemaligen Arbeitgeber ausgeschieden bin, kam aus meinem Bekanntenkreis der Vorschlag, doch einfach bei Facebook meine Dienstleistung als Weihnachtsmann anzubieten –vielleicht könne ich daraus eine Geschäftsidee machen. Damals habe ich noch gesagt: „Du spinnst doch!“

Wie lange arbeitest du nun schon als Weihnachtsmann?

„Seit 2013 offiziell, vorher immer mal wieder für Freunde, die auf mich zukamen und jemanden brauchten, den die Kinder nicht kennen. Ich war damals 25, hatte noch ein wesentlich günstigeres Kostüm und war mir selbst nie so bewusst, dass ich als Weihnachtsmann so gut ankomme. Als ich dann bei Facebook mit meiner Werbung begonnen habe, habe ich mich schon gefragt, wer mich wohl buchen sollte. Dann stellte ich fest, dass ich nicht der Einzige bin und es Gruppen und Treffen gibt, bei denen nur berufliche Weihnachtsmänner vertreten sind. Dortwird großen Wert darauf gelegt, unter sich zu bleiben. Auch wenn es nicht immer miteinander funktioniert, hilft man sich in vielen Fällen gegenseitig aus und spricht miteinander, selbst wenn man sich nicht kennt.“

Ist die Tätigkeit hauptberuflich?

„Als ich 2013 offiziell damit begonnen habe, war ich zunächst noch hauptberuflich als Vertreter für Hundefutter tätig. Dann kamen weitere Kostüme hinzu, sodass ich das mit dem Hundefutter irgendwann zur Seite gelegt habe, weil ich im Endeffekt mit weniger Arbeitund mehr Spaß besseres Geld verdienen konnte.“

Mit dem Weihnachtsmannkostüm hat alles begonnen. Welche Kostüme besitzt du heute?

„Erst kam der Weihnachtsmann, dann der Nikolaus, dann der Osterhase. Der Nikolaus sieht ja ganz anders aus als der Weihnachtsmann, Osterhasenkostüme habe ich drei verschiedene. Außerdem habe ich ein Kostüm als Teddybär, den Fuchs, den blauen Mann und neuerdings einen Clown. Ich besitze mehrere Kostüme für meine Engel, die mich bei manchen Auftritten begleiten. Zudem habe ich füralle meine Kostüme einen riesigen Weihnachtsmantel mit passender Mütze, damit zum Beispiel auch der Teddybär zum Weihnachtsmann werden kann. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass diese hochwertig sind. Da kostet ein einziges Kostüm schon einmal mehrere Hundert Euro.“

Was genau hat dich denn dazu bewegt, das zu tun, was du tust?

„Es war schon immer so, dass fremde Kinder auf dem Spielplatz auf mich zukamen und mich baten, ihnen auf die Schaukel zu helfen oder ihnen die Schuhe zuzubinden. Irgendwie hatte ich scheinbar eine gewisse Ausstrahlung auf sie.“

Im Gespräch merkt man deutlich, dass Herzblut hinter dem ist, was du tust. Was genau fasziniert dich am meisten an deinem Job?

„Das Leuchten in den Kinderaugen. Denn in der heutigen Zeit sitzen die Kinder oftmals nur vor dem PC oder haben schon so viel Stress in der Schule, dass ihnen dieses fehlt. Aber sobald ich ein Kostüm anhabe, fangen die Menschen an zu strahlen, egal ob es das Kind mit zwei Jahren oder die Oma mit 99 ist.“

Was machst du in diesemJahr ohne Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte?

„Ich schreibe persönliche Briefe oder verschicke individuelle Videobotschaften. Auch hierbei ist mir Qualität sehr wichtig: Die Briefe kommen in einem goldenen Kuvert bei ihren Empfängern an und sind handgeschrieben.“

Wie funktioniert das genau?

„Man kann mich anschreiben und mir zwei bis drei persönliche Dinge zum Kind mitteilen, welches den Brief bekommen soll. Dann schreibe ich den Brief auf weihnachtliches Papier und versehe ihn mit einem eigens für mich angefertigten Stempel. Die Videobotschaften sind zwischen drei und fünf Minuten lang. Diese verschicke ich via Facebook, Whatsapp oder Telegram. Für beides habe ich keine festen Preise festgelegt und bitte um die Erstattung meiner Ausgaben plus einem kleinen freiwilligen Betrag nach eigener Wahl. Damit habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Vielen Dank für das interessante Gespräch, lieber Weihnachtsmann! Wir wünschen Dir, dass du mit deiner Leidenschaft und Deinen tollen Ideen weiterhin viele Augen von Groß und Klein zum Leuchten bringen kannst.

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