Interview mit DSB Vizepräsident Kevin Kratzsch

Kevin Kratzsch
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Kevin Kratzsch kandidiert als Abgeordneter und Vertreter der Schausteller für den Deutschen Bundestag 2021 für den Wahlkreis 83 (Berlin-Friedrichshain, Berlin-Kreuzberg, Berlin-Prenzlauer Berg Ost). 1982 geboren und in Hannover zu Hause ist Kevin Kratzsch seit 1999 Mitglied in der CDU und seit 2016 Kreisvorstandsmitglied der CDU Hannover Stadt, seit zwei Jahren Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbund e. V. (DSB) für Marketing, 2. Vorsitzender des Schaustellerverband Niedersachsen e. V., Präsident der Europäischen Schaustellerjugendunion und stark engagiert bei #Alarmstuferot, zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft in Coronazeiten.

Das Interview hat Ulrich Wehmeyer von Komet geführt.

Herr Kratzsch, Sie waren in diesem Jahr häufiger in den Medien zu sehen und bei den Veranstaltungen #Alarmstuferot sehr präsent. Nun kandidieren Sie als Mitglied der CDU für den Deutschen Bundestag als Abgeordneter. Wie kam es dazu?
„Ich bin seit 1999 Mitglied in der CDU und für die meisten ein Begriff für die Arbeit des DSB und bei #Alarmstuferot, die Organisation der Veranstaltungswirtschaft. Die Veranstaltungswirtschaft ist der sechstgrößte Wirtschaftszweig in der Bundesrepublik. Die Schausteller sind ein großer Teil der Veranstaltungswirtschaft und die meist betroffene Branche in der Coronakrise. Ich habe der Kandidatur für den Bundestag zugestimmt, um den Schaustellern ein Gesicht im Bundestag zu geben, wenn es darum geht, ein Bundestagsmandat zu bekommen. Es ist ein gutes Signal und eine Chance für die Schausteller allgemein. Denn ich kämpfe dafür, dass wir Schausteller eine direkte Stimme und Verbindung in den Bundestag bekommen. Außerdem fand ich, dass meine Nominierung durch die CDU für einen Bundestagswahlkreis eine Aufwertung des Schaustellergewerbes ist. Es ist wohl selten passiert, dass auf Landtags-und Bundestagsebene Parteien bewusst gesagt haben, wir gehen mit einem Schausteller ins Rennen.“

 

Was ist das Ziel dieses Engagement?
„Wir haben gerade in der Vergangenheit gesehen, wie wichtig und entscheidend es ist, einen regelmäßigen Kontakt in die Politik und zu den Abgeordneten zu bekommen. Der Kontakt zu Politikern ist wichtig. Deswegen ist der Folgeschritt, dass unsere eigenenLeute und Schausteller auch Mandatsträger werden, damit unsere Branche auch hier vertreten wird, ebenfalls sehr wichtig. Deswegen trete ich für den Bundestag an und verstehe mich im Fall einer Wahl als Schaustellervertreter. Ich werde in diesem Fall nichtPolitiker, sondern bleibe Schausteller, bin mit dem Mandat aber direkte Verbindungsposition zum Bundestag.“

 

Welche Themen sind für den Wahlkampf geplant?
„Mein Schaustellerdasein und meine Schaustellervergangenheit wird im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen. Ich habe dies als Bedingung gemacht, um der Bevölkerung zu zeigen, wir Schausteller sind mittelständische Unternehmer. Wir sind wichtig für die Gesellschaft, wir sind ein Teil der Gesellschaft, sind engagiert und systemrelevant. ImWahlkampf gibt es für mich zwei wichtige Motivationen. Als Erstes die politische Bedeutung der Kandidatur und als Zweitens die Aufwertung des Schaustellerberufs. Es ist für mich als DSB-Vizepräsident für Marketing auch eine Form von Öffentlichkeitsarbeit und somit darzustellen, dass der Schausteller wichtig ist für die Gesellschaft, um damit eine Aufwertung des Berufs Schausteller in der Öffentlichkeit zu erreichen. Weitere Themen des Wahlkampfes werden sein: eine zielorientierte, pragmatische Wirtschaftspolitik mit einem gesunden Maß an Regulierung, eine wirkliche Stärkung des Mittelstandes und von Kleinunternehmen, eine bewusstere, zielorientierte, vorsichtigere Migrationspolitik nach Vorbild Kanada und für den Wahlkreis die Durchsetzung des Rechtsstaats am Beispiel „Eigentum muss Eigentum bleiben“ und man darf nicht einfach enteignet werden, eine kluge Wohnungspolitik mit Schaffung bezahlbaren Wohnraums durch besseres Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage und die Sicherheit der Bürger, damit sie überall im Wahlkreis sicher und ohne Angst leben können.”

 

Sie kandidieren für den Wahlkreis 83 in Berlin mit den Bezirken Berlin-Friedrichshain, Berlin-Kreuzberg und Berlin-Prenzlauer Berg Ost. Das sind nicht gerade CDU-Hochburgen und eher der alternativen Szene zugeordnet.
„Die Bezirke haben in den letzten Jahren viel von ihrem alten Image abgelegt und sich unglaublich weiterentwickelt. Inzwischen werden dort Wohnungen von 50 Quadratmeter für über 500.000 Euro verkauft. Viele Künstler, Unternehmer und Szeneleute wohnen hier. Es ist eine supergute Sache, uns hier darzustellen. Es ist nicht in der Provinz, sondern mitten in der Bundeshauptstadt. Es ist ein wichtiger Wahlkreis und wir haben die Möglichkeit, über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen. Ich kämpfe derzeit dafür, dass wir relativ weit oben auf die Listenplätze kommen werden, um so mein Mandat abzusichern. Bisher war der Wahlkreis 83 eher ein grüner, linksgerichteter Wahlkreis, aber da hat sich viel verändert.

 

Sie sind derzeit Vizepräsident des DSB. WerdenSie diese Tätigkeit nach einer möglichen Wahl in den Bundestag weiter führen?
„Ich bleibe auch weiter Vizepräsident des DSB und werde selbstverständlich meine Aufgaben im DSB weiter durchführen. Ich werde mich als Kandidat auch wieder neu bewerben. Dann aber vielleicht mit einem Mandat im Bundestag als direkten Zugang für unsere Schaustellerkollegen und Verbände und als direkte Verbindungsperson in den deutschen Bundestag.“
Sie sind mit ihren Geschäften in einer normalen Saison u. a. in Bremen, Crange, Stuttgart unterwegs und auch als Veranstalter tätig. Wie wäre dies mit der Tätigkeit im Bundestag vereinbar?
„Meine Unternehmen bleiben weiter in Betrieb, meine Familie bleibt weiter aktiv. Als Veranstalter bin ich nur zusammen mit dem Landesverband Niedersachsen als 2. Vorsitzender des Schaustellerverbandes Niedersachsen e. V. beim Frühlingsfest und Oktoberfest Hannover engagiert. Derzeit wohne ich noch in Hannover, werde aber, um die Aufgaben in Berlin zeitnaher umsetzen zu können und für den Wahlkampf nach Berlin umziehen.“

 

Da können Sie ja bestimmt noch einiges an Unterstützung gebrauchen?
„Ja, das ist richtig. Um den Wahlkampf erfolgreich zu stemmen, brauche ich Hilfe. Jede Hilfe zählt. Ich weiß, wie schwierig die Zeiten sind und würde mich dennoch sehr freuen, wenn mich Leser, Lieferanten, Steuerberater, Kollegen oder Kooperationspartner mit einer Spende unterstützen würden. Umso mehr zusammen kommt, umso besser sind die Chancen, dass wir Schausteller einen Vertreter als Abgeordneten im Bundestag bekommen,umso effektiver kann der Wahlkampf gestaltet werden. Hierzu wurde extra ein Spendenkonto eingerichtet unter folgender Nummer: CDU Prenzlauer Berg Ost, Deutsche Bank, IBAN: DE77 1007 0000 0892 3542 33, BIC: DEUTDEBBXXX. Zusammenfassend müssen dabei ein paar Sachen beachtet werden. Spende Kevin Kratzsch muss im Verwendungszweck angegeben sein. Alle Spenden auf diesem Konto dienen meiner Mandatschaft für den deutschen Bundestag und sind als Spenden absetzbar. Bitte deshalb auf der Überweisung zusätzlich die Adresse des Spenders im Verwendungszweck vermerken. Ich bedanke mich schon jetzt und würde mich aufrichtig freuen.“

 

Herr Kratzsch, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Kandidatur für den Bundestag, damit die Schausteller ein Gesicht im Bundestag bekommen.
Text: Ulrich Wehmeyer
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