Interview mit Tapio Dröge

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Wer in Ostwestfalen über einen Weihnachtsmarkt schlendert, kommt an ihnen nicht vorbei –den Hütten der „Teutoburger Fachwerkhaus Dröge GmbH“. Doch nicht nur in NRW sind die Produkte des Steinhagener Unternehmens bestens bekannt. In halb Europa trifft man auf vorweihnachtlichen Veranstaltungen immer wieder auf die hölzernen mobilen Geschäfte.

Kürzlich hatten wir Gelegenheit, mit dem Inhaber Tapio Dröge zu sprechen.

Herr Dröge, würden Sie uns ein wenig über die Entstehungsgeschichteder Firma erzählen?

„Ja, gern! Mein Opa hat die Firma 1937 als Zimmerei und Sägewerk gegründet.Der Betrieb ist dann später auf meinen Vater und meinen Onkel übergegangen.Seit Ende der 1970er-Jahre beschäftigen wir uns mit dem Thema Verkaufsständeund Anhänger. 2009 habe ich den Betrieb nach dem Tod meines Vaters gemeinsammit meiner Schwester übernommen.“

Ich durfte eben einen kurzen Eindruck von dem riesigen Gelände gewinnen. Wie groß ist die Fläche tatsächlich?

„Unser Betrieb erstreckt sich über eine Fläche von etwa 20.000 Quadratmeter. Dazu zählen Freiflächen, mehrere Hallen und natürlich unsere Büroräume. Hier gibt es unzählige Hütten und Geschäfte.Wie viele werden ungefähr alljährlich produziert? Das lässt sich nicht so einfach beziffern. In dem einen Jahr sind es viele einfache Hütten, dann sind es wiederum komplexe, aufwendige Anlagen. In den letzten Jahren hat sich da vieles geändert. Von der einfachen Bauform sind die meisten Kunden sozusagen „weg“. Die einfachen Hütten bauen wir kaum noch. Aktuell wünschen sich unsere Auftraggeber komplexere, detailreiche Bauten. Daher reduziert sich derzeit die Menge, aber der Aufwand für die einzelnen Geschäfte ist größer geworden.“

Wie viele Mitarbeiter sind bei der„Teutoburger Fachwerkhaus Dröge GmbH“ angestellt?

„Wir haben drei Festangestellte, die hier ständig arbeiten. Zum Herbst hin sind wir in der Regel zwölf bis 15 Mitarbeiter. Das sind dann Aushilfen und Subunternehmer.“

Wer sind denn die Auftraggeber?

„Eigentlich fast ausnahmslos Schausteller und Marktkaufleute.Wir bauen eben Verkaufsanhänger und Verkaufshütten. Ab und zu ist mal ein Erdbeerbauer oder ein Winzer dabei.Hin und wieder geben auch Städte Hütten in Auftrag.Zum Beispiel haben wir die Bielefeld Marketing beliefert.“

Wie groß ist die Bandbreite? Oder anders gefragt: Was ist das einfachste Geschäft und was das Komplizierteste?

„Die einfachsten Geschäfte sind die, die man gemein als „Dröge-Hütte“ kennt.Die bestehen aus braun-weißem Fachwerk und wurden sehr zahlreich gebaut.Wir produzieren diesen Typ ja seit den 1970er-Jahren. Heutzutage gibt es ungewöhnliche Dachformen, Türmchen als Aufsatz, Schindeln werden verbaut, immer mehr Beleuchtung wird gewünscht und so weiter. Es hat sich viel geändert!“

Vielleicht ein, zwei Worte zur aktuellen Lage?

„Die derzeitige Situation ist sehr schwierig. Wir haben ja sonst viele Weihnachtsmärkte aufgebaut. Unter anderem in Bielefeld, Hannover und auch in anderen Regionen.Das istim vergangenen Jahr komplett entfallen und das macht sich natürlich beim Umsatz bemerkbar! Ansonsten stehen unsere Hallen voll mit halb fertigen Produkten, die eigentlich 2020 zum Einsatz kommen sollten, nun aber hoffentlich in diesem Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden können.“

Könntet Ihr, so der Lockdown spontan enden würde, schnell agieren?

„Grundsätzlich schon. Aber es kommt natürlich darauf an, was wann beauftragt wurde und wie weit der Bau vorangeschritten ist. Meist können die Hütten zeitnahabgeholt werden. Darüber hinaus verfügen wir über einen gewissen Bestand. Da können wir zum Beispiel einige Wagen und Anhänger vermieten und können dann sehr schnell handeln.“

Woran arbeitet Ihr aktuell?

„Aktuell sind wir mit einem recht komplexen Wagen beschäftigt. Viele Sonderwünsche des Kunden werden hier berücksichtigt. Beispielsweise werden Holzleisten mit Verzierungen verfeinert, die Anhängerkupplung wird verkleidet, die Fassade wird dreidimensional gebaut, es werden nicht alltägliche Lampen verbaut und so weiter.“

Ich würde sagen: Das schauen wir uns jetzt einmal an.

Vielen Dank für das informative Gespräch und den kleinen Rundgang über das Werksgelände.

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