Lautrer Oktoberkerwe

Ulrich Wehmeyer

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Gutes Fazit in Kaiserslautern

Lautrer Oktoberkerwe in der Barbarossastadt
vom 14. bis 24. Oktober

 

Dampf-Nostalgie-Riesenrad und Riesenrad „Wheel of City”

Eine Herausforderung bei der Planung, aber mit einem guten Ergebnis.
Größtes Volkfest in der Westpfalz auf dem Messplatz in Kaiserslautern.


Bürgermeisterin Beate Kimmel brachte es bei der Eröffnung gleich auf den Punkt: „Passend zur Eröffnung der Oktober-Kerwe kommen die dunklen Wolken.” Dazu passend sprach Schaustellerverband Barbarossa Pfalz-Saar Vorsitzende Susanne Henn-Marker von der Kaiserslauterer „Huste-Kerwe“. „Wer auf die Oktober-Kerwe geht, hat ein paar Tage später Husten.“ Diese Liturgie ist mir von meiner Heimatkirmes auch bekannt, wo Mutter sorgenvoll prophezeite, dass nach der Herbstkirmes die Kinder Erkältung haben. Im heutigen Herbstsommer besteht nun diese Gefahr nicht mehr ganz so intensiv und ab dem Montag gab es 20 C° mit Sonne. Das Eröffnungswetter an jenem durchwachsenen, mit Regen gesegneten Freitag war aber wirklich eher was für Erkältung. Trotzdem kamen die Besucher zahlreich am Eröffnungsfreitag. Recht fix war die Eröffnung im Festzelt von Harald Jäkel gelaufen mit Ansprache der Bürgermeisterin Beate Kimmel und der Schaustellerverband Barbarossa Saar-Pfalz Vorsitzenden Susanne Henn-Marker.

Danach folgte der Fassbieranstich durch Marktmeister Dietmar Keller mit zwei gekonnten Schlägen. Vorher drehte der Fanfarenzug Bann/Pfalz eine Runde über den Platz und marschierte pünktlich zur Eröffnung um 18 Uhr in das Festzelt Jäkel. Nach der Eröffnung stand der Rundgang mit Bürgermeisterin Beate Kimmel und geladenen Gästen von Stadt und Presse an. Auf halber Strecke setzte starker Regen ein, sodass die Runde beendet wurde und zum Ausklang in Becker`s AlmHütte Biergarten eingekehrt wurde. Marktmeister der Stadt Kaiserslautern, Dietmar Keller, hatte während des Aufbaus mit Absagen zu kämpfen – so konnte man schon hier und da Lücken im Rundlauf feststellen. Wo eigentlich der Hot Shot bauen sollte, war die Lücke mit einer Zugmaschinenparade bis Dienstag gefüllt worden. Ab Dienstag spielte hier „No Limit” von van Reken. Für Adrenalinfreunde gab es damit genügend Fahrmöglichkeiten von Beckers „Break Dance“ über Blums „Real Shake“ bis Zinneckers „The King” Überschlagschaukel und van Rekens „No Limit” Mondial Propeller.  So ergab sich mit Riesenrad „Wheel of City” von JB Events, Knörr`s „Disco Skooter“, Spangenberger „Musik Express“, Nickel „Super Wellenflug“ und Schramms „Super Schunkler“ trotz aller Startprobleme eine attraktive Bestückung der Kaiserslauterner Oktoberkerwe. Der Hauptteil des Festplatzes ist als Rundlauf gestaltet. Quergänge aus früheren Lauterner Kerwen sind entfallen. Im vorderen Bereich des Platzes ist das Areal für die Verkaufsstraße mit Händlern von Wurst, Schmuck bis Kleidung. Zwischendrin auf dem ganzen Festplatz verteilt sind ebenso Verkaufsstände, Spiel-, Süßigkeiten-, Ausschank- und Imbiss-Betriebe. Die Kinder kamen mit den Kindergeschäften Dampf-Nostalgie-Riesenrad, Büglers „Reit-Palast“, „Mickey Maus“, Henn´s „Kinderwelt“, Henn-Markers „Mogli´s Traumfahrt“, Beisels „Die Eisenbahn“, Henn-Nickels Kinderschleife „in 80 Tagen um die Welt”, Rohleders Mini Scooter und Henn`s „MiniJet 3“ zu ihrem Vergnügen. Gruselig wurde es in Filders „Monsterhaus“. Mit Renz „Happy Hour“ und Hartmannw “Krumm & Schief Bau” waren zwei Laufgeschäfte zur Kerwe dabei, ergänzt durch den Simulator „Virtual-Movie-Shuttle 5D” von Schultz. Der Schaustellerverband Barbarossa Saar-Pfalz mit Susanne Henn-Marker arbeitet hier eng mit dem Veranstalter die Stadt Kaiserslautern  und dem Marktmeister Dietmar Keller zusammen.

Wie sieht die Bilanz aus? Nach anfänglichem Schlechtwetter mit Regen und einem guten ersten Sonntag startete die Oktoberkerwe am Montag voll durch. Bei 20 C° und Sonnenschein wurde aus dem früher schwächsten Kerwetag Montag ein Spitzentag. „So etwas habe es lange nicht gegeben.”, meinte Susanne Henn-Marker. Rund 25.000 Besucher kamen am Mittwoch zum Familientag mit den vergünstigten Preisen. Marktmeister Dietmar Keller schätzte und bilanzierte gut 200.000 Besucher über die elf Tage. Der stärkste Tag war der zweite Samstag mit rund 28.000 Besuchern. Zum Abschluss beim „Dankeschön-Feuerwerk“ am zweiten Montag gab es ein unschönes Ereignis, als eine Gruppe junger Männer und eine Frau in der Shopping-Gasse einen Schmuckhändler überfielen. Zwei Beteiligte wurden festgenommen, drei flüchteten. Die Beschicker waren größtenteils zufrieden mit der Bilanz, einzig bei den Händlern ging der Umsatz zurück. Zur Oktoberkerwe gab es neue Öffnungszeiten mit Schlusszeiten um 22 Uhr an allen Tagen außer Samstag und Freitag. Beginn war an allen Tagen außer Eröffnungstag und Sonntag (13 Uhr) um 14 Uhr.

Text und Fotos: Ulrich Wehmeyer

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