Maja trifft Wickie, im Majaland Kownaty

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Majaland Kownaty – Wie Plopsa in Polen Freizeitparks etabliert.

Freizeitparks in Polen, funktioniert das?

Kaum zu glauben, aber vor zehn Jahren gab es mit Legendia gerade mal einen größeren Freizeitpark in Polen, weswegen viele Landsleute so was noch gar nicht kannten. Doch nach dem großen Erfolg von EnergyLandia wagte 2016 Plopsa neue Wege und expandierte nun neben Belgien, Niederlande und Deutschland auch in Polen und eröffnete dort 2018 das erste Majaland.

Obwohl der Mutterkonzern Plopsa hinter dem Namen steht, gehören dem Konzern lediglich ca. 20 % der Anteile. Der größte Teil gehört Momentum Capital, welche auch zur Eröffnung des Majaland Warsaw dieses Jahr mitwirken.

Geografisch gesehen, könnte das Majaland Kownaty nicht besser liegen. Denn nur ca. 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, reisen auch zahlreiche Besucher aus dem Raum Brandenburg und Berlin an, um Maja, Wickie und Heidi einen Besuch abzustatten. Die Anfahrt gestaltet sich allerdings abenteuerlich, denn die letzten Kilometer zum Park, bestehen aus sehr holprigen, schlecht erhaltenen Straßen.

Doch das Abenteuer bei der Anreise lohnt sich, denn sowohl die große Indoor-Halle, als auch der Außenbereich können sich echt sehen lassen und in gerade mal vier Jahren, wurden zahlreiche Attraktionen eröffnet.

Sobald man den Kassenbereich durchquert hat, steht man mitten in einer riesigen Halle, die anfangs an ein Alpendorf aus Heidi erinnert. Dafür sorgen die Gebäude links und rechts mit Souvenirshop und Toiletten und nicht zuletzt das Tier-Karussell mit Holzturm in der Mitte.

Geht man etwas weiter, scheint man auf der einen Seite der Halle zu schrumpfen und zwar auf Bienengröße. Denn man betritt die Welt der Biene Maja, mit all ihren Blüten, Schmetterlingen und natürlich Bienen. Hier fühlen sich nicht nur Kinder wohl, denn in dem großen Restaurant findet man eine große Auswahl an Speisen. Besonders im Vergleich zu den anderen Plopsa-Parks, fallen die günstigen, hier landesüblichen, Preise auf.

Der Wave Swinger „Karuzela Motyli“ ist mit seinen zahlreichen Schmetterlingen kaum mit den üblichen Wellenfliegern zu vergleichen und fasziniert jeden, der mitfährt oder nur dabei zusieht.

Für die etwas Mutigeren wartet auf der anderen Seite der Halle der Wickie-Bereich, mit unter anderem einen Familienfreifallturm, Kontiki und vor allem „Rollercoaster Wikingów“, einem Zierer Force/Two, welcher bereits ab 1,00 Meter Körpergröße gefahren werden darf. Die Achterbahn fährt in der Halle noch mal zusätzlich durch eine Höhle, in der bekannte Figuren der Serie in Szene gesetzt sind.

Der Außenbereich ist zwar ganzjährig geöffnet, jedoch fahren im Winter nicht alle Attraktionen. Das sollte man bei einem Besuch von November bis März berücksichtigen.

Vor allem wegen „Wilkołak“, übersetzt „Werwolf“, das absolute Highlight des Parks, das sich von allen anderen Fahrgeschäften abhebt. Die Holzachterbahn von Great Coasters International verschlang eine Investitionssumme von 7,5 Millionen € und überzeugt durch ein gelungenes Theming und bietet auch erfahrenen Achterbahnfahrern Spaß und Action.

Direkt daneben findet man zahlreiche Attraktionen für die ganze Familie. So reitet man auf Flipp dem Grashüpfer durch die Gegend, übt sich als Feuerwehrmann oder -frau oder liefert sich eine Wasserschlacht in Wikingerbooten.

Wer „Majas Blütensplash“ aus dem Holiday Park kennt, wird die Melodie in „Karuzela Kwiatów“ sofort wiedererkennen und kommt nicht ohne Ohrwurm davon auch, wenn im Majaland Kownaty das Lied auf Polnisch gespielt wird. Während der Fahrt versuchen Wasserstrahlen aus den seitlichen Blüten einen zu treffen. So heißt es durch geschicktes Auf und Ab diesen auszuweichen oder mit Absicht direkt hinein zu steuern.

Vor allem Kindern wird auf den zahlreichen Spielplätzen sicher nicht langweilig und

im Sommer heißt es Badesachen einpacken, denn im Freizeitpark ist ein kleiner Wasserpark für Kinder integriert. Große und kleine Wasserrutschen, Wasserspiele, auskippende Eimer und das alles mit dem Thema „Super Wings“, einer Animationsserie mit Flugzeugen.

Selber fliegen kann man mit dem Sky Fly „Jett Fly“, für den man allerdings 1,25 Meter groß sein muss. Jeder, der einsteigen darf, erhebt sich dafür in 22 Meter Höhe und kann versuchen, sich um die eigene Achse zu drehen. Wer es nicht schafft, erlebt dafür die Aussicht auf den Park von oben.

Während die Großen fliegen, lernen die Kleinen bei „Miasteczko Samochodowe“ die Verkehrsregeln. In den kleinen Autos fährt man die Straßen entlang, hält an roten Ampeln, passt beim Zebrastreifen auf Fußgänger auf und schaut, wer denn nun Vorfahrt hat. Dabei geschieht alles spielerisch und mit viel Spaß.

Ab 1,20 Meter wirbelt man mit „Wielka Fala“ über einen Hügel. Der Disk’o Coaster von Zamperla ist die große Variante seiner Art und der Wikinger-Anführer Halvar begleitet die mutigen Abenteurer auf ihrer Reise.

Fazit:

Für sein sehr junges Alter bietet das Majaland bereits jetzt schon einiges und Familien können hier den ganzen Tag ohne Langeweile verbringen. Kleiner Wermutstropfen sind die Mitarbeiter, von denen kaum jemand ein Lächeln auf den Lippen trägt und auch auf eine Begrüßung nicht reagieren.

Dafür ist alles sauber und gepflegt und die Anstehzeiten an den Fahrgeschäften sind auch am Wochenende human bis niedrig. Lediglich an den Essensständen kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

 

Text und Fotos: Romina Fellinger

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