Nach vorne schauen!

Freier Mitarbeiter Rainer Schulz
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2020  – ein Jahr voller Enttäuschungen, Niederlagen, finanzieller Verluste und Zukunftsängstegeht mit Erscheinen der vorliegenden KOMET-Ausgabe zu Ende. Das Motto für das kommende Jahr: Nach vorne schauen! Nur wenige Schausteller konnten in diesem vom Coronavirus gesteuerten Jahr den einen oder anderenbescheidenen Erfolg verbuchen – einige gingen zum Teil sogar hohe Risiken ein, um ihre und die Betriebe von Kollegen unter Strom zu halten – meist ohne nennenswerten Erfolg, eher noch mit dem Schreiben zusätzlicher(bisweilen enormer) Verluste . . .

Am Besten dürfte es sein, das Jahr ohne Umschweife abzuhaken und schnell zu vergessen. Stattdessen sollte der Blick nach vorne gerichtet sein, was nicht nur für die Schausteller selbst, sondern insbesondere auch für alle Volksfestveranstalter – egal ob öffentlicher oder privater Natur – gelten sollte.

Machen wir uns nichts vor: Volksfeste, wie wir sie seit ewigen Zeiten kennen, werden erst dann wieder in geordneten Bahnen durchgeführt werden können, wenn das Virus besiegt ist. Hoffnung machen da allerdings die vor wenigen Tagen erfreulicherweise eingesetzten Massenimpfungen der Bevölkerung. Noch wagt jedoch niemand vorauszusagen, wann endlich wieder die Normalität oberhand gewinnt. Für die beiden nationalen Schaustellerverbände und die vor Ort gilt es, weiterhin Überzeugungsarbeitzu leisten. Vor allem bei solchen Politikern, die die Systemrelevanz des Schaustellergewerbesimmer noch in Frage stellen. Wie kann man die Bedeutung eines Gewerbes, das seit mehrals 1.000 Jahren den Menschen Freude und Entspannung vom Alltäglichen bringt und sie damit psychisch festigt, als „überflüssig“ abtun? Im Laufe der Geschichte hat das reisende Volk immer wieder erheblich unter Seuchen, Kriegen und Anfeindungen gelitten – aber dennoch, obwohl oftmals totgesagt, immer fortbestanden. So wird es auch in weiteren 1.000 Jahren sein. Dessen bin ich mir sicher!

Wenn, ja, wenn sich insbesondere die öffentlichen Veranstalter nicht weiterhin aus der Verantwortung stehlen. Sie müssen sich unumwunden zu ihren jahrhundertealten Volksfesten bekennen,auch dann, wenn es sich um Ersatzveranstaltungen unter Coronabedingungen handelt. Wieso müssen diese Veranstaltungen eigentlich vom Schaustellergewerbe selbst organisiert und durchgeführt werden –und dazu noch meistens auf anderen (schlechter erreichbaren) Plätzen, wie jenen, auf denen die originären Volksfeste stattfinden. Interims-Vergnügungsparks, wie wir sie im abgelaufenen Jahr erlebt haben, können im Übrigen keine Kirmes ersetzen, das ist letztlich allen für diese Verantwortlichen mehr als deutlich geworden. Eine weitere Gefahr im neuen Jahr für das Schaustellergewerbe dürften so genannte Immobilienhaie sein, die, wie man hört, hier und da bereits gierig die Hände nach den wegen Corona nicht genutzten Veranstaltungsplätzen ausstrecken – wehret den Anfängen!

Machen wir uns nichts vor: Auch das kommende Jahr wird kein Zuckerschlecken. Gerade deshalb sollte man es mit dem einstigen Neujahrswunsch des deutschen Politikers Walter Rathenau halten, der da lautet:„Weniger Rede, mehr Gedanken; weniger Interessen, mehr Gemeinsinn; weniger Vorsatz, mehr Willen; weniger Wissen, mehr Urteil; weniger Zwiespalt, mehr Charakter.“

Ich füge hinzu: „Wenn man will, dass das Jahr erfolgreich wird,muss man am ersten Januar damit beginnen.“

In diesem Sinne wünsche ich, als dienstältester freier Mitarbeiter der KOMET-Redaktion, allen Schaustellern und Schaustellerinnen, sowie allen Lesern und Leserinnen des KOMET, einen guten und gesunden Start in ein hoffentlich bald von Corona befreites neues Jahr, in dem dann wieder möglichst viele unserer einzigartigen Volksfeste in gewohnter Weisestattfinden können!

Rainer Schulz

 

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