Nah am Original – Ahlen 2020

Ahlen 2020 - Skooter fahren.
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Ahlen 2020 – der Kirmes Freizeitpark.

 

Der gewohnte Spielort, die gewohnte Spielzeit, die gewohnten Geschäfte, ja selbst die gewohnten Plakatmotive, die lediglich durch das Wörtchen „Freizeitpark“ und den Hinweis des Eintritts von einem Euro ergänzt wurden. Durch diese bewussten Maßnahmen war man nah am Original der Ahlener Kirmes und konnte eine erfolgreiche Veranstaltung durchführen.Die erhofften Besucherzahlen hat man zwar nicht ganz erreicht, aber dies dürfte allein den nicht eben optimalen Witterungsbedingungen geschuldet gewesen sein. Denn den Besuchern selbst hat man, als sie kamen, ein Lächeln im Gesicht nicht absprechen können. Dass es zwar keine Kirmes im klassischen Sinn gegeben hat, sehr wohl aber ein temporärer Freizeitpark geschaffen wurde, welcher der beliebten Veranstaltung doch sehr sehr nah kommen sollte, war Balsam für die Seele in Coronazeiten, wo man sich doch ganz besonders nach Unterhaltung und Abwechslung sehnt. Verantwortlich für die Organisation (wie bei den regulären Kirmessen) hat sich einmal mehr Dietmar Kisolowski und sein Kollege Michael Göttfert ausgezeichnet. Tatkräftige Unterstützung haben sie von zahlreichen Schaustellern erhalten, die ihre Erfahrungen von anderen Pop-up-Parks mit einfließen lassen konnten. So war es auch nicht allzu kompliziert, ein für den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz passendes Hygienekonzept zu erstellen. Das Terrain war gut einzuzäunen, der Eingangsbereich mit dazugehörigen Kassen und Registrierung haben auf der Seiteder Rottmannstraße keinerlei Probleme dargestellt. Mit der Kalkulation, dass für jede anwesende Person sieben Quadratmeter Freifläche einberechnet wurden, hat es zwar eine Begrenzung der Besucheranzahl gegeben, diese war aber für alle Beteiligten akzeptabel. An den Tagen, an denen das Wetter mitgespielt hat, war man nahezu am Limit der Kapazität. Das Angebot, endlich wieder frisch Gegrilltes oder gebrannte Nussspezialitäten zu schnuppern, bunte Lichter funkeln zu sehen und sowohl seit Jahrzehnten beliebteKarussells als auch neueste Hightechmaschinen erleben zu können, wurde überaus dankbar angenommen.
Direkt als erstes Großfahrgeschäft hat Bonners großer „Break Dance No. 2“ gewirbelt. Der in weiten Teilen NRWs als Kultgeschäft gefeierte Breaker erfreute die Teens ein weiteres Mal in der Wersestadt. Die mittlere Reihe wurde auf die Art und Weise bestückt, wie man es von vielen anderen Mittelreihen auf anderen Festplätzen kennt. Eine Bahn und eine Belustigung. In diesem Fall haben sich Kaisers Achterbahn „Twister“ und die Gruselanlage „Geisterhaus“ von Mikli gegenüber gestanden. Bei beiden Anlagen hat es zumindest bei den kleineren Besuchern eine gewisse Überwindung bedurft. Doch schließlich hat sich herausgestellt, dass ein Schienenerlebnis mit drehenden Gondeln eine Menge Spaß bereiten kann und dass manch Gespenst gar nicht so schaurig erscheint, wie man vielleicht zunächst gedacht hat –und eine Gänsehaut am eigenen Leib zu erfahren ist ja durchaus reizvoll. Auf dem Rundweg gegen den Uhrzeigersinn hat man allerlei bunte Reihengeschäfte und auch zwei Kinderfahrgeschäfte passiert. Doch wer ganz genau hingeschaut hat, erkannte, dass die Wege ein klein wenig verbreitert wurden und doch ein oder zwei Wagen fehlten. Als neuestes Fahrgeschäft hat sich hinter der ersten Kurve Webers „Jetlag –The Ride“ versteckt. Der Tivoli Remix ist erst im Mai 2019 an den Start gegangen und hat seither schon einige feine Ergänzungen erhalten. So leuchtet seit diesem Jahr beispielsweise ein großes LED-Display auf dem Fahrstand, mehrere Schilder hübschen die metallischen Zäune auf und auf der Rückwand wehen meterhohe Flaggen. Beim folgenden Skooter ist man immer wieder aufs Neueste verblüfft, wie viele Lichteffekte hier zum Einsatz kommen.

Die Rede ist von Iskens „Number 1“. Neonröhren, Scheinwerfer, Moving Heads, Lauflicht und mehr. Discofeeling hinterm Steuer. Seit nunmehr 55 Jahren erfreut das nächste Geschäft seine Fahrgäste. Heinz Deinert hat den de Boer „Twister“ zwar erst im vorigen Jahr übernommen, doch Groß und Klein weiß auch er zu erfreuen. Das Hochfahrgeschäft ist nach wie vor generationsübergreifend angesagt. Autoskooter Nummer zwei ist sogleich gefolgt. Auch bei der Anlage von Burghard, den „Music Cars“, leuchtet und blinkt es nur so von der Decke, dass es eine Freude ist. Laser, rotierende Paar-Scheinwerfer und klassische Lichtleisten strahlen durch die Nebelschwaden. Drifting Cars setzen der Fahrt die Krone auf. Ein sehr guter Bekannter der Kirmessen der Region ist Raschs „Musik-Shop“. Die farbenfrohe Berg-und Talbahn ist ein weiteres Beispiel der Lichtkunst. Allerlei Effekte leuchten von der Decke, an den Gondeln, am Plafond, am Tunnel usw. Ein wahres Lichtermeer. Soweit die Auflistung der Großfahrgeschäfte. Die kleineren Kirmesfrei-zeitparkgäste konnten sich im Sportkarussell, im Babyflug, im „Crazy Clown“, im Kinderkettenflieger oder auf den Rücken kleiner Ponys vergnügen. Knurrende Mägen wurden u. a. durch Chinanudeln, gebackenen Blumenkohl oder auch Kartoffeltwister besänftigt. Softeis im Hörnchen, eine Tüte gebrannte Mandeln oder auch frisch gebackene Churros haben den Bummel übern Rummel versüßt. Abgesehen von den wetterbedingt etwas schwächeren Tagen hat man mit den Ergebnissen des Ahlener Kirmes Freizeitparks sehr zufrieden sein dürfen.

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