Neuheiten im Fokus: “Kondaa” – Walibi Belgium

Kondaa
Autor s. unten

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Die Legende lebt!

Wer kennt und liebt sie nicht? Die Rede ist vom Hyper- oder auch Megacoaster, dessen Merkmale Höhe und Geschwindigkeit sind. Umso gespannter waren wir, als die “Kondaa” als höchster dieser Art in den Benelux erstmals angekündigt wurde. Mit ihren 50 Metern sollte sie “Goliath” im holländischen Schwesterpark um einige Meter überragen. Niemand anders als die Firma Intamin wurde mit dem Bau der Anlage betraut. Eine gute Wahl, denn die Schweizer haben viel Erfahrung auf diesem Sektor und sind bekannt für Topanlagen, denn auch “Goliath” stammt aus den Federn der Konstrukteure. Trotz Corona wurde unermüdlich im Jahre 2020 an der Bahn gebaut, sodass sie pünktlich zur verspätet gestarteten Saison am 8.5.2021 eröffnet werden konnte. Also haben auch wir uns wieder auf den Weg ins belgische Wavre unweit der Hauptstadt gemacht, um “Kondaa” und den verwunschenen Tempel zu erkunden. Am oberen Ende des Parks gelegen, müssen wir erst die Westernstadt durchqueren und die Exoticworld passieren, bevor wir uns in einer anderen Welt befinden und das Monster majestätisch in die Höhe ragt. 1200 Streckenmeter, ein recht kompaktes und platzsparendes Layout, eine Geschwindigkeit von 113 km/h und neue Schienenelemente, wie nie da gewesen, versprechen ein außergewöhnliches Erlebnis -alsokönnen wir es kaum abwarten zu fahren. Los gehts! Wir betreten den Tempel und folgen den Schildern für den Speedypass der entweder einzeln erhältlich ist, zum Preis von 10 € pro Fahrt oder man nutzt die Ultimate-Variante, wo auch eine Fahrt mit dem Riesen inbegriffen ist. Nach wenigen Minuten dürfen wir in der ersten Reihe des Zuges platznehmen. Hier findet man die erste Besonderheit. Es handelt sich nicht um die Züge, wie man sie typischerweise an anderen Bahnen wie “Goliath”, “G-Force” und Co. findet, sondern um die sehr offene Variante, wie sie u.a. an “Taron” eingesetzt wird. Auf der Front -also dem ersten Wagen -des Zuges ist die Fratze einer furchterregenden Schlange. Der Zug setzt sich in Bewegung und wir werden den Lift hinauf befördert. Nach einem Stück bekommt der Zug einen kleinen Speed-Boost, obwohl es sich hier um einen klassischen Kettenlift handelt, anders wie im Holidaypark oder in Holland, wo dieser durch eine Art Catchcar ersetzt wurde, um eine durchgehend schnelle Auffahrt zu ermöglichen. Zeit, die schöne Aussicht zu genießen, bleibt aber nicht, denn eh man sich versieht, rast der Zug mit atemberaubender Geschwindigkeit in den nach rechts gedrehten Firstdrop der 80° steil runterführt. Mit Topspeed folgt ein großer Camelback (knappe 38 Meter hoch), der einen förmlich aus dem Sitz liftet, wie es scheint. Der nächste Camelback ist nur unwesentlich niedriger, aber nicht weniger spannend, da er nach links außen geneigt ist, was schon eine Besonderheit darstellt. Dann folgt das erste wirklich neuartige Element, nämlich eine Non-Inverting-Cobra-Roll -also praktisch das beliebte Überkopfelement verkehrt herum. Direkt gefolgt von einem kleinen Hügel und einer weiten Rechtskurve, die in den Wall-Stall führt, der eine fast 90° nach außen geneigte Kurve darstellt, die zwei Sekunden schwerelos macht -ein ähnliches Element ist bereits von RMC-Coasters als Wave-Turn bekannt. Der Zug wechselt die Richtung nun in eine hoch überneigte Kurve nach links und passiert einen Bunny-Hop. Drei kurz aufeinanderfolgende Richtungswechsel, ein weiterer Bunny-Hop und eine überneigte Kurve nach links führen in einen 4-fachen Bunny-Hop der zum Schluss leicht nach außen geneigt ist. Nach nur 1:30 Minute greift die Schlussbremse sehr sanft und man wird gemütlich in die Station zurückgefahren. Wir sind hellauf begeistert und klatschen bei der Einfahrt in den Bahnhof. Nach verlassen der Bahn führt der Weg durch den Souvenirshop, wo man das Actionfoto zum Preis von 8 € erwerben kann und es gibt dutzende Andenken wie z.B. Hoodies und T-Shirts mit “Kondaa”-Print -hier wird jeder etwas finden. Die Anlage hat eine Kapazität von 1080 Personen pro Stunde bei zwei Zügen mit jeweils 6 Wagen pro Zug, à 2 Sitzreihen mit jeweils 2 Sitzplätze. Die Anlage ist ab einer Körpergröße von 130 cmfreigegeben. Das Projekt hat die stolze Summe von 25,000,000 € verschlungen.

Unser Fazit: Die Bahn ist rundum gelungen! Ein ausgewachsener Megacoaster und doch so anders und neuartig. Er ist eine wahre Airtimemaschine (15 Momente der Schwerelosigkeit) und besticht durch die ständigen Richtungswechsel bei hohem Tempo. Auch die Thematisierung ist bis ins letzte Detail gelungen. Eine perfekte Ergänzung der Exoticworld nach der letzten Neuheit – ebenfalls im exotischen Bereich – dem Bobsled-Coaster “Tiki Waka” der Firma Gerstlauer im Jahr 2018. Da kann man ja schon auf die nächsten großen Investitionen gespannt sein, die den vorerst letzten Schritt des Investitionsplans darstellen und in den kommenden Jahren eine Erweiterung für das Rutschenangebot im Aqualibi vorsehen.

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