NürnBärLand 2021

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Gut gelaufen, aber kein Ersatz
für das traditionelle Volksfest

 

Nach 11 Wochen mit 44 Tagen Spielzeit, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, ist Mitte September zum Finale der bayerischen Sommerferien die Veranstaltung in der Frankenmetropole zu Ende gegangen. In der Bilanz waren die Beschicker mit dem eigens entwickelten Konzept eines temporären Freizeitparks, bei dem nur eine begrenzte Anzahl an Gästen eingelassen werden konnte, zufrieden. Interessanterweise war der Auftakt superstark und die letzten beiden Wochen als klassischer Termin des Nürnberger Herbstvolksfestes besonders gut besucht.

„Wir danken unseren zahlreichen Besuchern“, so Lorenz Kalb, „dass sie unser Angebot fröhlich und zahlreich angenommen haben. Wir sind zufrieden und stolz darauf, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Klar ist aber auch, dass wir unbedingt unsere traditionellen Feste als analoge Treffpunkte für alle Generationen, Nationalitäten und Religionen wieder brauchen!“ Lorenz Kalb, Chef des süddeutschen Schaustellerverbandes und DSB-Vizepräsident, hatte monatelang im Frühjahr wie ein Löwe um die Veranstaltung gekämpft. Sein besonderer Dank geht an die Nürnberger Stadtspitze, die Mandatsträger, die Politik und an die Verwaltung. Jetzt gilt seine ganze Energie der Vorbereitung und Durchführung des weltbekannten Nürnberger Christkindlesmarktes.

Fliegender Wechsel
Durch die Ruhetage von Montag bis Mittwoch war es problemlos möglich, abreisende Attraktionen wegen anderweitiger Terminverpflichtungen zu ersetzen und den Besuchern im fliegenden Wechsel neue Geschäfte zu präsentieren. Für ein anderes Bild auf dem Festplatz haben im Endspurt die Firmen Schäfer (Voodoo Jumping), Bechstedt (Psychodelic), Grauberger (Piraten Jumping) und Distel (Jaguar) gesorgt. Der Wellenflug der Familie Distel war zum Auftakt bei der Kiliani-Ersatzveranstaltung in Würzburg verpflichtet, setzte danach nach Nürnberg um und baute den klassischen Kettenflieger auf seinem Platz dafür ab.


Noch 
Noch ungeimpft?
Am vierten Wochenende konnte jeder ohne Termin und Voranmeldung schnell und unbürokratisch an der Impfaktion teilnehmen – die Ärzte hatten erfreulicherweise auch viel zu tun. Dieses Engagement ist auch noch belohnt worden. In der Lostrommel hat es Gutscheine für den Festplatz sowie beliebte Jahresbierkrüge zu gewinnen gegeben. Auch einen Folgetermin für die Zweitimpfung wurde offeriert. Mitzubringen war ein Ausweisdokument und – falls vorhanden – der Impfpass. Die Aktion hat mit dazu beigetragen, dass möglichst bald wieder die Normalität in unser aller Leben zurückkehrt.

Sonderaktionen
Am letzten Freitag haben kulturellen Darbietungen die Besucher zum Staunen gebracht. Die Hamburger Showgruppe „Magische Momente“ hat mit ihren Märchengestalten gastiert. Ein Vergnügen vor allem für das junge Publikum. Sie konnten sich mit den Traumgestalten fotografieren lassen und sogar ein wenig plaudern. Später haben sich die Nürnberger „Nighttrons“ dazu gesellt – drei gigantische Hightech-LED-Roboter auf 2,50 Meter großen Stelzen. Ferner hat ein großes Bulldog-Treffen gelockt, bei dem Nutzfahrzeug-Nostalgiker und Technik-Historiker auf ihre Kosten gekommen sind. Ihr besonderes soziales Engagement haben die Schausteller mit dem speziellen „Tag für Menschen mit Behinderung“ gezeigt. Es hat Freifahrten sowie halbe Preise an den Verkaufsgeschäften gegeben.

Geschäftseinweihung
Der erste Platz von Michael Distels neuem Rundfahrgeschäft „Jaguar“ war auf dem NürnBärLand. Als Nachrücker hat er seine Neuerwerbung in der Mitte des Rundlaufes aufgebaut und hatte mit der beliebten Fahrweise eines Musikexpresses sofort viele Fans. Circus- und Schaustellerpfarrer Johannes Bräuchle hat die Geschäftseinweihung zelebriert und dem neuen Besitzer-Ehepaar viel Glück und Gottes Segen gewünscht. Wenige Tage zuvor ist Theo Distel auf die Welt gekommen und der kleine Mann war natürlich bei der Feier im Kreis der Kollegen der große Star. Das Geschäft aus italienischer Produktion hatte mit den Firmen Schäfer aus Ludwigsburg und Ruoff aus Hechingen zwei Vorbesitzer. Es befindet sich technisch und optisch in bestem Zustand. Als Schwerpunkt der Reisetätigkeit sieht die Familie Distel, neben ihrem „Nürnberger Wellenflug“, die Region Franken sowie die angrenzenden Bundesländer.

Fahrzeugschau
Da das Gelände des Nürnberger Volksfestplatzes am Dutzendteich nicht komplett bebaut war und rund ein Drittel frei geblieben ist, hat der Gedanke einer Ausstellung nahe gelegen. Hier haben aber das ansprechende optische Arrangement und erklärende Hinweise gefehlt, die die Besucher zum Verweilen animiert haben. So sind die meisten Gäste achtlos vorbeigelaufen.

Emsige Pressearbeit
Einen Dank an die Marketingexpertin des süddeutschen Schaustellerverbandes Barbara Lauterbach und an Pressesprecher Peter Budig für ihr Engagement, das sich an vielen Terminen mit den Medienvertretern sowie an 24 Pressemeldungen gezeigt hat.

Text und Fotos: Helmut Bressler

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