„Plärrer Familienpark“ in Augsburg

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Neuauflage der erfolgreichen Veranstaltung von 2020 gestartet.

Unter der Bezeichnung „Vergnügungspark auf dem Plärrergelände im Rahmen des Augsburger Stadtsommers“ hatten die Augsburger Schausteller mit ihren Kollegen schon im vergangenen Jahr einen beispielhaften Familienpark auf die Beine gestellt, der seinerzeit aufgrund des überwältigenden Zuspruchs zweimal verlängert wurde und nach insgesamt 31 Spieltagen mehr als erfolgreich zu Ende gegangen war. Nachdem nun in der ersten Jahreshälfte die Einschränkungen wegen der dramatischen Pandemieentwicklung drastisch bis hin zum längeren Lockdown verschärft worden sind, standen die Chancen für eine Neuauflageim laufenden Jahr zunächst alles andere als gut. Glücklicherweise hat sich das steigende Impftempo positiv auf die Inzidenzzahlen ausgewirkt, sodass merkliche Erleichterungen möglich geworden sind. So ist es dem Schwäbischen Schaustellerverband, mit ihren Vorsitzenden Josef Diebold und Bruno Noli an der Spitze, nach zähen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung wieder gelungen, eine Genehmigung zur Durchführung eines Pop-up-Vergnügungsparks in etwas abgespeckter Form und ohne Zeltgastronomie wie im Vorjahr auszuhandeln. Mit den Erfahrungswerten aus 2020 –strenge Einhaltung der Hygiene-und Abstandsregeln, Mundschutz in bestimmten Bereichen/Situationen, Personenbegrenzung und dem daraus resultierenden und nachgewiesenen sehr geringen Ansteckungsrisiko –haben die positiven Argumente auf der Hand gelegen, die ihre Berücksichtigung gefunden haben und mit entscheidend gewesen sind. Auch beim neuerlichen „Plärrer Familienpark“ gelten diese Maßnahmen, lediglich auf die Einbahnstraßen-Regelung wird verzichtet. Die Spielzeit ist diesmal vom 15. Juli bis 13. September und dehnt sich somit über die gesamte Sommer-und Ferienzeit aus. Montag bis Mittwoch sind jeweils Ruhetage –eine sinnvolle Festlegung, da dies ohnehin schwächere Tage sind und bei der langen Dauer Pausentage dringend notwendig sind.Vergnügungspark:Bei wiederum freiem Eintritt erwartet das Publikum eine bunte Mischung für die ganze Familie, die in puncto Attraktivität in keiner Weise hinter einer traditionellen Plärrer-Veranstaltung anstehen muss. Schon von Weitem sichtbar, das erst im letzten Jahr fertiggestellte Riesenrad „Movie Star 2“ (Landwermann-Henschel), welches einen herrlichen Rundblick über die Fuggerstadt ermöglicht. Des Weiteren bieten die Doppelstock-Geisterbahn „Fahrt zur Hölle“ (Dom-Jollberg), „Wilde Maus“ (Eberhard/Göbel), die Riesenschaukel „Best XXL Exclusive“ (Claudia Zinnecker), der Musik-Express „Leopardenspur“ (Freddy Zinnecker), Twister „Bayern-Lift“ (Lettner), Scheibenwischer „Pop Stars“ (Michael Zinnecker), „Break Dance“ (Zehle), „The King“ (Andreas Zinnecker), das Zweistock-Laufgeschäft „Crazy Outback“ (Kollmann), und die Autoskooter „Thunder Road“ (Noli) und „Super Skooter“ (Florian Diebold) reichlich Auswahl. In Nostalgie schwelgen können die Besucher bei der „Walzerfahrt“ (Walz), und für das ganz junge Publikum stehen die Sportkarussells „Zauberschloß“ (Kaiser), „Kinderparadies“ (Diebold-Wagner), Doppelschleife „Orient-Express“ (Josef Diebold), „Samba‘ (Kreis) sowie „Beach Jumping“ (Meeß) und ein Babyflug (Heppenheimer) bereit. Mehrere Schieß-und Spielgeschäfte komplettieren das Vergnügungsangebot. Zahlreiche Süßwarengeschäfte versorgen neben etlichen Imbiss-und Ausschankbetrieben mit den üblichen Schmankerln und Köstlichkeiten die Besucher.

In den großflächigen Biergärten sind wiederum alle Sitzgarnituren mit weiten Zwischenräumen aufgestellt, um die Einhaltung der Coronaregeln zu gewährleisten. Auch gelten wieder für jedes Geschäft individuelle Abstands-und Hygieneregeln, deren Einhaltung neben dem Betreiber sowohl durch die Stadtverwaltung bzw. Gesundheitsbehörde als auch durch das eingesetzte Security-Personal überwacht und kontrolliert werden. Eröffnung: Unter ziemlich feuchten Bedingungen ist die kleine Eröffnungszeremonie am Donnerstagnachmittag über die Bühne gegangen. Nach Dankesworten vom Vorsitzenden des Schwäbischen Schaustellerverbandes, Josef Diebold, hat in Vertretung von Oberbürgermeisterin Eva Weber, Augsburgs Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle, eine kurze Eröffnungsrede gehalten. Großen Dank hat er an die Beschicker und den Schwäbischen Schaustellerverband gerichtet, die alles Erforderliche im Vorfeld organisiert und in die Wege geleitet haben, um wieder einen attraktiven und familienfreundlichen Vergnügungspark für die Bevölkerung in und um Augsburg auf die Beine zu stellen. Musikalisch begleitet vom Musikverein Meitingen hat er anschließend das rote Band im Eingangsbereich durchgeschnitten und auf diese Weise symbolisch den „Plärrer Familienpark“ eröffnet. Wie schon im vergangenen Jahr wird die Veranstaltung von vielen Seiten wieder großzügig unterstützt.So verzichtet die Stadt auch diesmal gänzlich auf eine Platzgelderhebung, was die Fixkosten für alle Beschicker merklich vermindert. Auch das Rote Kreuz verlangt wieder nur einen Bruchteil der sonst üblichen Bereitschaftskosten und die Plakatierungsausgaben hat man abermals durch einen Preisnachlass der Druckerei niedrig halten können. Die Medien sind wie immer mit etlichen Berichten und Werbespots vor und während der Veranstaltung zu einem erheblichen Anteil am Gelingen beteiligt. Im Gegenzug haben sie von den Schaustellern 1.000 sogenannte „Heldenpäckchen“ zur Verlosung bzw. Verteilung an Familien erhalten. Neben mehreren Freifahrten enthalten sie Gutscheine für Verzehr und Süßigkeiten. Auch die beim Publikum sehr beliebten „Plärrer-Taler“ sind bei den Augsburger Stadtwerken für alle Kunden wieder erhältlich. Für den Preis von jeweilsachtzig Cent können sie bei Einlösung in allen Plärrer-Geschäften mit einem Wert von einem Euro verrechnet werden. Der Betrieb erhält bei Abrechnung einen Euro erstattet, die Differenz von zwanzig Cent übernehmen die Stadtwerke. Bisheriger Verlauf: Nach einem recht nassen Auftakt am Eröffnungsdonnerstag, hat sich die Wetterlage zum ersten Wochenende stabilisiert. Dementsprechend ist der Besucheransturm spontan angestiegen und Warteschlangen am Eingang sind (wie vom Vorjahr gewohnt) nicht zu vermeiden gewesen. Wenn sich Wetter und Corona in den nächsten Wochen nicht allzu negativ auswirken, steht einer Fortsetzung der Erfolgsgeschichte vom letzten Jahr nichts im Wege. Doch so erfreulich der Auftakt verlaufen ist, so schockierend war die gleichzeitige Schreckensnachricht über die verheerende Flutkatastrophe in etlichen Regionen Deutschlands. Spontan ist deshalb eine Spenden-Sammelaktion durchgeführt worden, an der sich alle Beschicker großzügig beteiligten. Aufgestockt mit einem namhaften Betrag aus der Verbandskasse ist somit eine größere Spendensumme an den Dachverband DSB zur Weiterverwendung an die Betroffenen überwiesen worden. Ein Abschlussbericht über den weiteren Verlauf erfolgt nach Veranstaltungsende.

Text und Fotos: Klaus Straßer

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