„Power Tower Monte Zuma” – Hansapark 

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Es war einmal… – Kleiner Turm – ganz groß….

Viele Fahrgeschäfte, die ursprünglich transportabel konstruiert waren, landen früher oder später in irgendeinem Freizeitpark, wo sie hoffentlich ein Zuhause auf Dauer finden. So ist es auch dem „Power Tower Monte Zuma” ergangen. Einstmals erbaut im Jahre 1998 als Prototyp des Power Towers läutete er die Ära der transportablen Freefalltower ein, als er ein Jahr später unter einem französischen Schausteller (Bredech) auf der Foire du Trône in Paris auf der Bildfläche erschien. Was in dem Jahr zwischen Fertigstellung und Gastspiel mit dem Turm passierte, bleibt Spekulationen vorbehalten, aber der Schriftzug „Thrilltower – The big jump” könnte auf ein Intermezzo in Großbritannien hindeuten. Während zahlreiche Schausteller gefallen an der Vertikalfahrt fanden und eben eine solche bei dem in München ansässigen Unternehmen orderten, wurde es um die kleine und niedliche Variante erst mal ruhig, da höhere Konstrukte gefragt waren. Es sollte bis ins Jahr 2000 dauern, bis der Hansapark in Sierksdorf an der Ostsee seine Neuheit, den „Power Tower Monte Zuma” ankündigte – mit dem Slogan “Riesenjojo an der Ostsee”. Ja, dieser Werbespruch war mehr als treffend für den 38 Meter hohen Turm. Er war zunächst in den Farben orange und blau lackiert – die Gondel setzte mit Rosa und Grau Akzente. Später wurde die Attraktion noch einmal repainted in kräftigem Rot mit Gelb. Außerdem wurde eine Sonne auf der Spitze platziert.

Die Fahrweise war schon irgendwie spektakulär – da sie abwechslungsreich war. Die Gondel führte dadurch, dass sie kabelgebunden fuhr keinen echten Freefall aus, beschleunigte aber abwärts bis auf 12 Meter die Sekunde, was ca. 42 km/h entspricht. Vom höchsten Punkt aus konnte man die Aussicht genießen, bevor es rasant abwärtsging mit jeder Menge Bauchkribbeln. Abwechslung vom Feinsten, denn die Gondel konnte an jeder beliebigen Stelle gestoppt werden und dann von da aus entweder wieder aufwärts oder weiter abwärts geschickt werden. So war die Variation der Programme mit Jojo, Double-Jojo, Pogo und Fall nahezu unendlich.

Hier im Hansapark dauerte eine Fahrt rund 1 ½ Minuten und bevor die Gondel startete, hob sie ein kleines Stückchen vom Boden ab und es ertönte ein Countdown. Dann wurden die Passagiere mit fünf Metern pro Sekunde und dem Slogan „Lift off” untermalt mit Technomusik in die Lüfte geschickt.

Durch die große Gondel, die 32 Personen fasste, war die Kapazität sehr ordentlich. Gesichert waren die Passagiere mit großen Schulterbügeln. Die Standfläche, die die Anlage benötigte, war gerade mal 18 x 18 Meter – also sehr kompakt.

Im Jahre 2013 wurde der Turm dann zusammen mit dem großen benachbarten Starflyer geschlossen, um platz zu schaffen für Neues, nämlich den „Schwur des Kärnan”. Leider konnte er keinen neuen Besitzer finden und ist letztendlich auf dem Schrott gelandet, was wohl auch mit den gehäuften technischen Problemen zusammenhängen mag.

Trotzdem eine Schande, denn die Fahrt in diesem Tower war ein Abenteuer, das viel Spaß gemacht hat und schmerzlich vermisst wird.

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