Schützenfest in Esens

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Das Schützenfest in Esens hat Tradition und es ist irgendwie undenkbar, dass die fünfte Jahreszeit einmal nicht stattfinden könnte. 2020 wurden sowohl Veranstalter als auch Besucher bekanntermaßen eines Besseren belehrt und auch für 2021 stand die Durchführung noch lange nicht fest. Doch mit einem Nein wollten sich Hauptmann Ottmar Dirksen, Vorsitzender der Esenser Schützencompagnie und Platzmeister Dieter „Buddy“ Kramer nicht abfinden, denn sie waren der Meinung: mit einem guten Konzept ist das Schützenfest möglich. Sie sollten recht bekommen, denn das 444. Esenser Schützenfest vom 3. bis 7. September war durchaus ein Erfolg, wenn auch mit einigen Änderungen und pandemiebedingten Premieren.

Zunächst einmal war die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto „Uns fiefte Johrestied maal anners!“ in Schützenwiese umbenannt und zudem der Termin von Juli auf September verlegt worden. Auf dem vollständig eingezäunten Gelände waren anstatt der üblichen 100 lediglich 75 Schausteller zugelassen. Mehr Platz war nicht vorhanden, denn die Fläche war kleiner als man es vom Schützenfest gewohnt ist. Für die Besucher hat die 3G-Regel gegolten. Wer geimpft oder genesen ist, musste den Nachweis erbringen, alle anderen Besucher konnten sich direkt vor Ort testen lassen. Die mittlerweile bekannte Kontaktnachverfolgung war sowohl über Apps als auch mit Formularen gesichert. Durch die Kontrollen ist es vor dem Eingang nicht selten zu Schlangenbildung gekommen, was allerdings kaum jemanden abgehalten hat, auf den Platz zu wollen. Gerade jüngere Besucher waren auf dem Festgelände in der Überzahl und offenbar froh darüber, ein klein wenig Normalität erleben zu können. Das Hygienekonzept hat vorgesehen, dass Masken nur in den Fahrgeschäften sowie dort getragen werden mussten, wo der Mindestabstand nicht einzuhalten war. Das Konzept wurde in den sozialen Medien von einigen, offenbar zu besorgten Mitbürgern, als nicht ausreichend bezeichnet. Natürlich sei es bei so vielen Besuchern auch nicht immer möglich, die Einhaltung der Vorgaben zu kontrollieren, was dann zwangsläufig zu zahlreichen Infektionen führen könnte. Wie falsch diese Mitmenschen damit gelegen haben, hat sich zwei Wochen nach Ende der Schützenwiese gezeigt. „Es gab bis heute keinen amtlich dokumentieren Infektionsfall, den man konkret der Schützenwiese zuordnen konnte“, so Schriftführer Hayen Iggena. Diese Tatsache sollte einigen Behörden Mut machen, denn so mancher Landkreis ist noch ein wenig zu übervorsichtig, was solche Veranstaltungen betrifft.

Das übliche Programm des Schützenfestes musste natürlich geändert werden. Nicht geändert wurde die Eröffnung der Schützenwiese am Freitag, 3. September, um 14.30 Uhr, mit den gewohnten drei Böllerschüssen und auch der ökumenische Gottesdienst in der St.-Magnus-Kirche wurde am Abend gefeiert. Am Montag trafen sich zwar die Corporalschaften erstmals wieder zu einem gemeinsamen Frühstück und zum Königsschießen mit anschließendem Rundgang um den Festplatz, jedoch konnte der Spielmannszug aber nicht vollständig antreten. Manchmal muss man einfach nur kreativ sein und so haben sich kurzerhand einige bereits im Ruhestand befindliche Spielleute mit den anderen zum Spielmannszug „Jung und Alt“ zusammengefunden. Auf die traditionellen Umzüge musste allerdings ebenso verzichtet werden wie auf das Feuerwerk.

Der Wegeverlauf des Festplatzes war entgegen dem Uhrzeigersinn ausgerichtet. Im Eingangsbereich hat der „Beat Jumper“ von Glöss seinen Platz gefunden, im weiteren Verlauf waren die Geisterbahn und der „Music Express“ von Meinecke platziert. Schräg gegenüber war der „Break Dance“  von Piontek aufgebaut, darauf ist der Autoscooter „Music Station“ von Halle sowie der Kettenflieger gefolgt. Dem Weg Richtung Ausgang folgend haben das Pferdekarussell und das Kettenkarussell von Janßen bereitgestanden. Große Musikzelte waren nicht vertreten, aber diverse kleine Biergärten haben bei den Besuchern auch ohne große Party für Stimmung gesorgt. Insgesamt war die Platzierung der Geschäfte nahezu lückenlos und hat den Besuchern nicht das Gefühl gegeben, dass hier coronabedingt besonders viel Platz gelassen werden musste.

Natürlich war die Schützenwiese ein Wagnis, besonders in finanzieller Hinsicht. Die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, wie der Zaun und die Security, sorgten für Mehrkosten und das bei weniger Schaustellerbetrieben. Trotzdem war die Schützenwiese ein voller Erfolg, zu dem nicht nur die lange erzwungene Abstinenz der Besucher, sondern auch das gute Wetter beigetragen hat. Rund 5.000 Besucher konnten täglich verzeichnet werden und auch die Schausteller waren positiv überrascht. Nun hoffen alle Beteiligten auf ein richtiges Schützenfest für 2022.

Text und Fotos: Ralf Müller

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