Stunikenmarkt in Hamm

Freier Mitarbeiter Rainer Schulz
Rainer Schulz

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31. Hammer Stunikenmarkt

Tolle Stimmung rund um die Pauluskirche
und auf dem Santa-Monica-Platz

 

2022 war ein überdurchschnittlich gutes Jahr für die Branche. Nahezu alle bedeutenden Veranstaltungen liefen – wenn auch nicht überall überdurchschnittlich gut – so zumindest sehr zufriedenstellend. Erkauft werden mussten die durchweg guten Umsätze allerdings mit größtem persönlichen Arbeitseinsatz. Als Problem Nr. 1 erwies sich der permanente Personalmangel, der in zahlreichen Fällen zu Absagen von Beschickern – selbst bei den lukrativsten Veranstaltungen – führte. Das war auch beim Hammer Stunikenmarkt, der vom örtlichen Schaustellerverband „Hand in Hand“ ausgerichtet wird, nicht anders. Dennoch konnte hier mit großem Erfolg das komplette Programm geboten werden. Das Riesenrad „Around the World“, das bei der vorjährigen Ersatzveranstaltung als „Hammer Kirmespark“ an den Zentralhallen vermisst wurde, war wieder mit von der Partie.

Zum ersten Mal in Hamm: „Ghost Rider“

Zur Besetzung des ersten „richtigen“ Stunikenmarktes nach den Verboten und Einschränkungen der Pandemiejahre betonte der Hand-in-Hand-Vorsitzende Uwe Röhrig, dass man die Planungen für 2020 sozusagen als Blaupause für 2022 herangezogen habe. Soll heißen, dass man in erster Linie die Betriebe zum Zuge habe kommen lassen, die damals bereits einen Vertrag erhielten, dieser jedoch wegen der Pandemie nicht eingelöst werden konnte. Neben den Klassikern wie Autoscooter, Musikexpress und Fahr- bzw. Belustigungsgeschäften wie „Around the World“, „Frisbee“, „Ghost Rider“, „Kesseltanz“, „Love-Express“, „Ghost“, „Wellenflug“, „Crazy Dancer“ und „New World 3000“, war der Stunikenmarkt in Hamm besetzt wie ehedem. Hinzu kamen mehrere Kinderkarussells. Die handverlesenen Reihengeschäfte konnten sich ebenfalls durchweg sehen lassen, wobei der eine oder andere Ausfall in diesem Bereich rechtzeitig unproblematisch kompensiert werden konnte.

OB Marc Herter und Uwe Röhrig freuen sich über die Rückkehr des Stunikenmarktes

Zur Eröffnung der fünftägigen Veranstaltung am Freitag, 16. September, zeigten sich Hamms neuer Oberbürgermeister Marc Herter und Uwe Röhrig äußerst erfreut darüber, dass die traditionelle Kirmes nach zwei harten Corona Jahren wieder in der Innenstadt ist. Als Marc Herter den 31. Stunikenmarkt schließlich offiziell eröffnet und mit dem Fassanstich besiegelt hatte, gab es wieder jede Menge Freifahrten und dementsprechend viele fröhliche Gesichter. Der Freitag „brummte“ innerhalb kürzester Zeit und bereits am Kirmesmontag sprach Uwe Röhrig von einem Stunikenmarkt mit ausgezeichnetem Verlauf. Vor allem zum Auftakt am Freitag und Samstag hätten enorm viele Menschen die Kirmes besucht. Und selbst am zunächst verregneten Sonntag habe man am späten Nachmittag, als der Regen vorüber war, noch „akzeptable Ergebnisse“ erzielen können. Auch die restlichen beiden Tage verliefen bei ordentlichen Witterungsbedingungen bis hin zum abschließenden Familientag am Dienstag und dem üblichen Feuerwerk sehr erfreulich. Daran änderten auch die beiden Zwischenfälle, bei denen sich zwei Männer Blessuren zuzogen nichts, obwohl diese von der Presse in unangemessener Weise aufgebauscht wurden.

Hamm stellte einmal mehr unter Beweis, dass hier ein außerordentlich kirmesfreudiges Publikum zu Hause ist. Darüber hinaus zieht der Stunikenmarkt mehr und mehr Auswärtige in seinen Bann. Das sind gute Perspektiven für die Zukunft dieses mit Herzblut ausgerichteten Platzes, der mit Fug und Recht als legitimer Nachfolger des unvergessenen Richard-Matthei-Platzes gilt, auf dem die seit dem Mittelalter bestehenden Hammer Jahrmärkte nach dem 2. Weltkrieg sehr stark frequentiert wurden.

Text und Totos: Rainer Schulz

 

 

Die Hand-in-Hand-Strategen
Der OB beim Fassanstich
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