22. Oktober 2026

Die Millionen-Frage – Wasen-Plausibilitätsrechner | DER KOMET
DER KOMET / PRAXIS

Die Millionen-Frage –
rechnen Sie selbst nach

2025 meldete in.Stuttgart 4,2 Millionen Besuche beim Cannstatter Volksfest. Ein Jahr später waren es nur noch 2,5 Millionen. Waren die bisherigen Besucherzahlen überhaupt plausibel?

Mit unserem Rechner können Sie selbst ausprobieren, wie viele Menschen dafür im Durchschnitt gleichzeitig auf dem Wasen gewesen sein müssten.

Verändern Sie die Werte und sehen Sie, was die Rechnung ergibt.

Zur KOMET-Analyse „Die Millionen-Frage“ · Stand Oktober 2026
1Jahr auswählen.
Die bekannten Zahlen sind schon eingetragen.
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Zum Beispiel: Wie lange bleibt ein Gast?
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Sie erfahren, wie voll es dafür sein müsste.

1. Stellen Sie Ihre Fragen

Sie können nichts kaputtmachen. Ein Klick auf „Zurücksetzen“ stellt alle Werte wieder her.

Gezählt werden Besuche, nicht unterschiedliche Personen. Wer das Gelände verlässt und wiederkommt, kann je nach Auswertung mehrfach gezählt werden.

Beispiel: Wer um 14 Uhr kommt und um 17 Uhr geht, bleibt drei Stunden. Entscheidend ist die Dauer pro gezähltem Besuch. Den Durchschnitt für 2025 kennen wir nicht.

Alle Öffnungsstunden zusammengerechnet. Für 2025 rechnen wir mit rund 198 Stunden.

Amtlich genannte Maximalkapazität 2025. Sie können den Wert für das Gedankenexperiment ändern.

Mehr ausprobieren: Was ist an ruhigen Tagen?

Auf dem Wasen ist nicht jede Stunde gleich viel los. Hier können Sie festlegen, wie viele Stunden schwächer besucht waren.

Annahme: Rund 30 Stunden war nur halb so viel los wie bei voller Kapazität.

15 % von 198 Stunden sind knapp 30 Stunden.

50 % heißt: Von 75.300 möglichen Besuchern waren im Schnitt rund 37.650 da.

Das zeigt die Rechnung

2. So voll müsste es sein

63.636

Menschen müssten im Durchschnitt gleichzeitig auf dem Wasen gewesen sein.

Und zwar im Durchschnitt über alle 198 Öffnungsstunden – auch über ruhige Zeiten.

Bei einer Höchstbelegung von75.300gleichzeitig anwesenden Menschen entspricht das:
84,5 %

Jedes Männchen steht für ein Prozent der angenommenen Höchstzahl. Grün zeigt, wie stark die Personenbelegung im Durchschnitt sein müsste.

Rechnerisch möglich

Das bedeutet noch nicht, dass es tatsächlich so war.

Und wenn es zwischendurch ruhiger war?

Wir nehmen an: Rund 30 Stunden war der Platz nur halb voll.

Dann müsste der Platz in den übrigen Stunden so voll gewesen sein:

90,6 % der Kapazität
Ruhigere Stunden50 %
Übrige Stunden90,6 %

Die gestrichelte Linie bedeutet 100 % – mehr Menschen dürften dann nicht gleichzeitig auf den Platz.

Was heißt das?

Die Zahl wäre mit diesen Angaben rechnerisch erreichbar. Ob der Wasen tatsächlich so gut besucht war, wissen wir nicht.

Warum rechnen wir so? Einfaches Beispiel

Stellen Sie sich ein kleines Fest vor. 100 Menschen besuchen es. Jeder bleibt 3 Stunden. Das sind zusammen 300 Stunden, in denen Menschen auf dem Fest sind.

Wenn das Fest 10 Stunden geöffnet ist, sind im Schnitt 30 Menschen gleichzeitig da.
100 Besuche × 3 Stunden ÷ 10 Öffnungsstunden = 30.

Genau so rechnen wir beim Wasen. Das nennt man eine Personenstunden-Rechnung. Die Aufenthaltsdauer ist eine Annahme. Ändert man sie, ändert sich das Ergebnis.

Wichtig: Der Rechner ist kein Beweis für falsche Besucherzahlen.

Er zeigt nur: Wenn die eingestellten Angaben stimmen, dann müsste es so voll gewesen sein. Eine mathematisch mögliche Zahl kann in Wirklichkeit trotzdem falsch sein. Wir kennen nicht alle tatsächlichen Besucherströme, Tageszeiten und Aufenthaltsdauern.

Der Wert für „ruhigere Stunden“ ist eine Annahme, keine gemessene Beobachtung. Wiedereintritte können mehrfach gezählt werden; maßgeblich ist die Dauer je gezähltem Besuch. Auch die zulässige Höchstbelegung kann sich zwischen den Jahren verändert haben.

Woher kommen die Ausgangswerte? Für 2025 wurden 4,2 Millionen Besuche insgesamt und rund 800.000 am ersten Wochenende gemeldet; für 2026 2,5 Millionen. Rund 198 Öffnungsstunden 2025 beziehungsweise 196 Stunden 2026 sind Arbeitswerte der KOMET-Auswertung. 75.300 gleichzeitig Anwesende war die offiziell genannte Maximalkapazität 2025. Für den Vergleich 2026 ist derselbe Wert voreingestellt, nicht als bestätigte Kapazitätsgrenze 2026. Die tatsächliche Aufenthaltsdauer pro gezähltem Besuch auf dem Herbstvolksfest ist unbekannt. Die Drei-Stunden-Annahme stammt aus einer älteren Marktstudie für größere Volksfeste (um 2000); die beim Frühlingsfest 2026 ermittelten 3 Stunden 39 Minuten berücksichtigen nur Aufenthalte von einer bis zwölf Stunden.

Telefónica/Invenium: Aufenthaltsdauer beim Frühlingsfest 2026 · DSB-Marktstudie „Wirtschaftsfaktor Volksfest“ (um 2000), Seite 3