Der Winterdom 2025 verabschiedete sich nach vier Wochen Spielzeit am 7. Dezember mit einer starken Bilanz: Eine Million Gäste besuchten das größte Volksfest Norddeutschlands und machten den DOM erneut zu einem festen Bestandteil der vorweihnachtlichen Freizeitgestaltung in Hamburg. Trotz einzelner Schlechtwetterphasen ziehen Veranstalter und Schausteller ein durchweg positives Fazit.
Zu den Event-Höhepunkten zählten der Lichter- und Laternenlauf, die Gruselparade sowie die zweitägige Nikolausaktion, die insbesondere Familien anzogen. Auch die diesjährigen Fahrgeschäfts-Premieren und Neuheiten stießen auf großen Zuspruch und trugen maßgeblich zur guten Resonanz bei.
Senatorin Dr. Melanie Leonhard betont in ihrem Statement, dass der Winterdom auch 2025 ein Erfolg gewesen sei und für viele Hamburgerinnen, Hamburger und Gäste „einfach dazugehört“. Gerade in der dunklen Jahreszeit sei auf bunte Lichter und gute Stimmung auf dem Heiligengeistfeld Verlass. Sie spricht von einem „erfolgreichen Jahresausklang“ und verweist bereits auf die Vorfreude auf den kommenden Frühlingsdom.
Der Präsident des Schaustellerverband Hamburg von 1884 e.V., Robert Kichhecker (links), hebt hervor, dass der Besuch von einer Million Menschen eindrucksvoll zeige, wie eng die Gäste mit dem Hamburger DOM verbunden sind und welchen besonderen Stellenwert er insbesondere für Familien hat. Die Treue des Publikums sei mehr als nur eine gute Besucherzahl: Sie sei ein Zeichen dafür, dass Arbeit, Investitionen und Engagement der Schausteller geschätzt werden und motiviere dazu, die Qualität kontinuierlich zu steigern und immer wieder neue, innovative Erlebnisse zu schaffen. „Denn der DOM ist mehr als nur ein Volksfest, er ist ein Stück Hamburg“, so Kichhecker.
Die nächsten DOM-Termine 2026 stehen bereits fest:
- Frühlingsdom: 20. März – 19. April 2026
- Sommerdom: 24. Juli – 30. August 2026
- Winterdom: 6. November – 6. Dezember 2026
Text: Redaktion DER KOMET auf Basis Pressemitteilung DOM Promotion und Veranstaltungs GmbH
Bilder: Hamburger DOM / Henning Angerer
Kommentar
Aus Sicht des KOMET zeigt der Winterdom 2025 eindrucksvoll, dass Volksfeste weit mehr sind als „nur“ Unterhaltung. Eine Million Besucherinnen und Besucher in vier Wochen sind nicht allein eine Erfolgsmeldung, sondern ein klares Votum der Bevölkerung für „ihren“ DOM. Volksfeste sind damit fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Freizeitgestaltung, sozialer Treffpunkt für alle Generationen und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – von Schaustellern über Gastronomie bis hin zu Zulieferern und Dienstleistern.
Wenn die zuständige Senatorin den Winterdom als „erfolgreichen Jahresausklang“ und festen Bestandteil der Hamburger Stadtkultur hervorhebt, ist das ein wichtiges politisches Signal. Für die Branche reicht jedoch Wertschätzung in Worten allein nicht aus. Sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen: pragmatische und planbare Genehmigungsprozesse, langfristige Flächen- und Terminsicherheit sowie Regulierung, die die Besonderheiten der Schaustellerbetriebe ernst nimmt – und sie nicht als austauschbares Eventsegment behandelt.
Für die Schaustellerinnen und Schausteller ist die Marke von einer Million Gästen mehr als eine statistische Größe. Sie ist Vertrauensbeweis und Grundlage für Investitionen in neue Fahrgeschäfte, attraktive Angebote und hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Diese Investitionsbereitschaft setzt voraus, dass Märkte und Feste nicht ständig infrage gestellt werden, sondern eine Perspektive haben – in Hamburg ebenso wie bundesweit.
Damit wird deutlich: Wer eine lebendige Innenstadt, soziale Teilhabe und gelebte Gemeinschaft will, kommt an Volksfesten wie dem DOM nicht vorbei. Sie stabilisieren Frequenzen, bieten bezahlbare Freizeitangebote für Familien und schaffen Orte, an denen Stadtgesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes „zusammenkommt“.
Aus KOMET-Sicht ist der Erfolg des Winterdom 2025 daher ein starkes Argument, Volksfeste als systemrelevanten Bestandteil urbaner Kultur- und Wirtschaftspolitik zu begreifen – und nicht als „nice to have“, das im Zweifel zuerst gekürzt wird. Die bereits feststehenden DOM-Termine 2026 sind ein richtiger Schritt in Richtung Planungssicherheit. Nun gilt es, diese Planungssicherheit auch regulatorisch und politisch zu unterfüttern, damit Volksfeste ihre Rolle für Stadt und Region auch in Zukunft verlässlich erfüllen können.