Im Tarifkonflikt der Gewerkschaft Verdi kommt es am Mittwoch (8. April 2026) wieder zum Warnstreik im Nahverkehr. Ausgerechnet am Mittwoch, dem traditionellen Familientag am Frühlingsfest – traditionell einer der umsatzstärksten Tage. „Diese kurzfristige Ankündigung und die Auswirkungen sind nicht nachvollziehbar. Getroffen werden vor allem sozial schwächere Familien, die gezielt den Familientag nutzen, um ihren Kindern trotz knapper Kasse eine Freude zu machen. Genau diese Menschen werden nun zusätzlich belastet oder sogar von einem Besuch abgehalten“ sagt Jürgen Putzer, Geschäftsführer des Süddeutschen Schaustellerverbandes in Nürnberg.
Viele Menschen steigen aufgrund hoher Spritpreise bewusst auf Bus und Bahn um – und werden jetzt faktisch wieder ins Auto gedrängt. Das ist weder sozial noch verkehrspolitisch sinnvoll. Das Streikrecht als solches stellen die Schausteller nicht in Frage. Kritisiert werden jedoch der konkrete Zeitpunkt und die fehlende Rücksicht auf die weitreichenden Folgen.
Unabhängig vom weiteren Verlauf der Streiks arbeitet der Schaustellerverband bereits mit Hochdruck an Lösungen, um den Besucherinnen und Besuchern den Volksfestbesuch dennoch zu ermöglichen:
- Einrichtung zusätzlicher bewachter Fahrrad-Abstellflächen
- Der historische Pendel-Bus fährt trotz Streik weiterhin kostenlos vom Hauptbahnhof direkt zum Volksfestplatz
- Besucher werden ausdrücklich gebeten, die S-Bahn zu nutzen, die nicht vom Streik betroffen ist
- •Gewinnspiel: Für alle, die mit dem Auto anreisen müssen, werden 20 × 50 € Volksfesttaler verlost.